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OBERUZWIL: Wicon verkauft Fabrikgebäude

Die Wicon AG konzentriert ihre Firmen in Andwil, wo sie das Areal der Petroplast Vinora erworben hat. Der Standort Oberuzwil wird aufgehoben, die Fabrikliegenschaft steht zum Verkauf.
Philipp Stutz
Die Büro- und Produktionsstätten der Wicon AG im Industriegebiet Städeli in Oberuzwil. (Bild: Philipp Stutz)

Die Büro- und Produktionsstätten der Wicon AG im Industriegebiet Städeli in Oberuzwil. (Bild: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

Die Industrieliegenschaft der Wicon AG befindet sich im östlichen Teil des Städeli zwischen Oberuzwil und Flawil. Sie umfasst einen Büro-Kopftrakt sowie Produktions- und Lagerhallen. Die Grundstückfläche beträgt 4179 Quadratmeter, die Kubatur 15 011 Kubikmeter. Der Verkaufspreis der Produktionsstätte mit Büro beläuft sich auf 4,2 Millionen Franken. Die Baulandreserve, die optional erworben werden kann, kommt auf 950 000 Franken zu stehen. Der Gesamtpreis liegt somit bei 5,15 Millionen Franken. «Das Verkaufsobjekt befindet sich in gutem Zustand und ist für KMU geeignet», sagt Silvia Sieber von der HEV Verwaltungs AG, die mit dem Verkauf betraut worden ist.

Umzug dauert bis Mitte April

Im Gebäude eingemietet ist die Frewag Werkzeugbau AG. «Das wird auch so bleiben», sagt Marco Knechtle, kaufmännischer Leiter der Wicon. Zurzeit sei man mit dem Umzug beschäftigt. Bis Mitte April werde die Liegenschaft geräumt sein. «In Oberuzwil sind rund 30 Mitarbeitende beschäftigt», sagt Marco Knechtle. Sie sind in der Metallbearbeitung tätig und produzieren Grossserien für die Automobilin­dustrie. «Unser Ziel besteht darin, die Arbeitsplätze in der Schweiz zu belassen», sagt Giorgio Salvo, CEO der Wicon AG. Die Gebäude sind relativ neu und in den Neunzigerjahren erstellt worden. Die Lage bezeichnet Knechtle als gut und erwähnt den nahen Autobahnanschluss in Niederuzwil. «Wir hatten bereits Interessenten und sind zuversichtlich, einen Käufer zu finden.»

«Jeder Wegzug ist zu bedauern»

«Jeder Wegzug eines Betriebs ist zu bedauern», sagt Oberuzwils Gemeindepräsident Cornel Egger. Das Industriegebiet im Städeli, wo nebst Wicon die Verzinkerei Oberuzwil AG, die Flucorrex AG und die Steinemann AG ansässig sind, vereine viele Arbeitsplätze. «Sie haben eine wichtige Bedeutung für unsere Gemeinde.» Wichtig sei, dass die Wicon in der Schweiz ansässig bleibe. Der Verkauf der Liegenschaft bedeute auch eine Chance für Neuansiedlungen von Betrieben im industriell-gewerblichen Sektor. Die Gebäude böten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. «Ich bin zuversichtlich, dass hier wieder Arbeitsplätze entstehen», sagt Cornel Egger. Interessenten hätten sich schon bei der Gemeinde gemeldet.

Wicon ist in den Bereichen Engineering, Spezialmaschinenbau und Metallverarbeitung tätig. Hergestellt werden zum einen Maschinen für Automationslösungen für industrielle Kunden hauptsächlich in der Region sowie, in Lohnarbeit, mechanische Bestandteile für andere Maschinenbauer. Zum anderen ist Wicon als Zulieferer von Firmen im grenznahen Ausland tätig, die dann Autobauer beliefern.

Areal der Petroplast erworben

2016 hatte Wicon das Areal des Kunststoffverarbeiters Petroplast Vinora AG in Andwil erworben. Die Wicon AG in ihrer heutigen Form geht aus der Fusion von drei Gesellschaften hervor: der Spörndli & Seger AG aus St. Gallen, der Wicon AG aus Oberuzwil und der Fagagnini AG aus Steinach.

Die Kompetenzen dieser drei Unternehmen wurden mit der Fusion gebündelt unter einem Dach in Andwil zusammengefasst. «Das hat Vorteile», erklärt Giorgio Salvo: «Durch den Zusammenschluss ergaben sich Möglichkeiten, andere Marktsegmente zu erschliessen.»

Der Standort in Niederbüren, wo Wicon mit der mechanischen Nachbearbeitung von Alu-Druckguss beschäftigt ist, wird beibehalten. Das Areal in Andwil bietet laut Giorgio Salvo Platz, damit sich in absehbarer Zeit weitere Unternehmen ansiedeln können. «Was wir nicht selbst nutzen, steht zum Verkauf.»

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