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OBERUZWIL: Von der Beatbox zur Bibel

Michael Schmid ist ein Mann mit vielen Facetten. Der 26-jährige Oberuzwiler steht morgen als Beatboxer am Jungkult-Festival in St. Gallen auf der Bühne.
Yves Weibel
Michael Schmid (rechts) performt bei einem Beatbox-Wettkampf im Jugendkulturraum Flon in St. Gallen. (Bild: PD)

Michael Schmid (rechts) performt bei einem Beatbox-Wettkampf im Jugendkulturraum Flon in St. Gallen. (Bild: PD)

Yves Weibel

yves.weibel@wilerzeitung.ch

Wie kommt man dazu, mit dem Beatboxen zu beginnen? Michael Schmid, selbst Beatboxer, kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie sich seine Leidenschaft für diese Kunstform entfachte. «Es war am 20. oder 22. Mai 2010. Ich weiss es so genau, denn ich war an jenem Tag in St. Gallen im Ausgang. An diesem Abend waren bekannte Beatboxer aus aller Welt auf dem roten Platz. Mitten in der Stadt zeigten sie ihr Können. Seit diesem Tag befasste ich mich mit dem Beatboxing», erzählt Schmid. Er habe zwar zuvor schon öfters mit der Kunstform zu tun gehabt, aber an jenem Abend sei der ­Funke übergesprungen. Es sei ein bisschen wie eine Sucht, sagt der gelernte Kaufmann.

Der heute 26-Jährige betreibt das Ganze als Hobby. Dennoch begleite ihn das Beatboxen überall hin. «In der Öffentlichkeit halte ich mich jedoch zurück. Aber wenn beispielsweise ein Auto vorbeifährt, nutze ich dessen Lärmkulisse, um ein wenig zu üben», sagt Schmid.

Der Fokus hat sich verschoben

Nichtsdestotrotz hat sich das ­Leben des jungen Oberuzwilers in letzter Zeit verändert. «Ich studiere jetzt die Bibel», sagt er. «Ich habe deshalb meinen Fokus vom Beatboxen wegbewegt und konzentriere mich nun voll und ganz auf die Heilige Schrift». Er tue das jedoch nicht, um den Glauben zu verbreiten. «Ich will wissen, was die Wahrheit ist und was nicht. Und wenn Leute mit mir über die Bibel reden wollen, mache ich das gerne.» Ansonsten habe es wenig Sinn, da die meisten nicht zuhören würden. Schmid geht ­regelmässig in die Bibelstunde. Er liest und diskutiert dort mit anderen über das heilige Buch. Ab und zu predigt er auch in verschiedenen Kirchgemeinden.

Das Beatboxen will er aber nicht mit dem Glauben ver­mischen: «Für mich sind das zwei total verschiedene Paar Schuhe, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Die Bibel ist etwas Ernsthaftes und sollte nicht mit einem solchen Schauspiel vermischt werden.» Deshalb trennt Michael Schmid seine beiden Leidenschaften strikt voneinander. «Ich mache beides sehr gerne. Deshalb trete ich immer noch als Beatboxer auf.»

Seine Künste als Beatboxer präsentiert der Oberuzwiler morgen Samstag in der St. Galler Innen­stadt. Er tritt im Rahmen des Jungkult-Festivals in der Spisergasse um 11.45 Uhr auf.

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