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OBERUZWIL: Volle Bänke in der Bank

Der Rohbau ist abgeschlossen. Heute beginnt der Innenausbau des Geschäfts- und Wohnhauses der Clientis-Bank, das Ende November bezogen werden soll. Am Freitag wurde die Aufrichte gefeiert.
Andrea Häusler
Selim Tolga, Zauberer aus Mönchaltorf, unterhielt die Gäste in der künftigen Kundenhalle des Bankneubaus. (Bild: Andrea Häusler)

Selim Tolga, Zauberer aus Mönchaltorf, unterhielt die Gäste in der künftigen Kundenhalle des Bankneubaus. (Bild: Andrea Häusler)

«Zeige mir, wie du baust, und ich sage dir, wer du bist.» Mit diesem Zitat von Christian Morgenstern schlug Heinz Jost, Verwaltungsratspräsident der Clientis-Bank Oberuzwil, den Bogen zwischen der Vergangenheit und Zukunft des Rohbaus an der Wiesentalstrasse 7. «Der Neubau zeigt in seiner Struktur und Dimension auf, was dahinter steht: solides und nachhaltiges Handwerk sowohl von denen, die jetzt am Neubau schaffen als auch von den Bankmitarbeitenden und den Mietern der vier Wohnungen im zweiten, dritten und Obergeschoss.»

Jost blickte zurück auf die rund zehnjährige Vorgeschichte des Projekts auf dem bankeigenen Grundstück. Einem guten Boden, wie Gemeindepräsident Cornel Egger betonte. Auf dem sich, mit dem Geld einer Bank, auch ein guter Bau erstellen lasse. Und damit natürlich auch eine funktionale Tiefgarage. Denn an dieser sei die Gemeinde beteiligt.

Bankeigene Mittel hin oder her. Jost machte klar, dass die gesamte Planung von Vorsicht geprägt gewesen sei. Sparsamkeit, mutmasste er, sei womöglich in den Genen der Bankverantwortlichen verankert. Nachdruck verlieh er seiner Vermutung mit Zitaten aus der Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Bestehen der Bank im Jahr 1924. Darin ist festgeschrieben, dass die damalige «Ersparnisanstalt» die Sparsamkeit in der Gemeinde zu fördern und den Sparern eine «bequeme Anlage kleiner Ersparnisse als Notpfennig für spätere Jahre» zu ermöglichen habe.

Persönliche Erinnerung an den Gemüseladen

Die Aufrichte hat eine lange Tradition, geht auf rituelle Formen der Zinszahlung und der Abgeltung von Arbeitsleistungen zurück, wie sie im Mittelalter nicht unüblich waren. Heute ist sie ein Dank an die am Bau beteiligten Handwerker, jedoch keineswegs mehr selbstverständlich, wie Bauleiter Karlpeter Trunz vor den über hundert Gästen sagte. Zunehmend werde das Fest durch ein Mittagessen oder einen Gutschein ersetzt. Er erinnerte an den Baubeginn vor fast genau einem Jahr, an den Kiosk, der hier noch im Januar 2017 gestanden hatte und an den ehemaligen Gemüseladen Eugenio. Dort habe er viele Jahre früher, als kleiner Bub, jeweils Salat eingekauft. «So verändert sich das Leben, so verändert sich das Dorf, resümierte er. Letzteres zum Positiven, wie Cornel Egger betonte.

Noch sind die Wände des Bankgebäudes kahl und grau, Leitungen ziehen sich entlang der Decken, lugen aus Nischen. Dennoch ist Trunz zuversichtlich, den Bau bis spätestens am 28. November dieses Jahres bezugsbereit übergeben zu können. Dann soll nämlich gezügelt werden, wie Bankleiter Adrian Müller sagte. Ab dem 3. Dezember wird dann die Kundschaft in der neuen «Dorfbank» begrüsst. Während sich das Publikum mit der Besichtigung bis zum Tag der offenen Tür vom 11. Mai nächsten Jahres gedulden muss.

Bevor Selim Tolga die grosszügig bewirteten Gäste mit Überraschendem aus seiner Trickkiste verzauberte, gab es die obligaten Geschenke. Unter anderem einen Znüni mit «Brot und Salz» für die Bankbelegschaft offeriert vom Baumanagement.

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