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OBERUZWIL: Viel Theater um Rettungscorps

Mit zahlreichen Anlässen wird beim Freiwilligen Rettungscorps der Kontakt zwischen Aktiven und Ehemaligen der Feuerwehr gepflegt. Die Theateraufführung macht der Verein auch noch aus einem anderen Grund.
Angelina Donati
Die Schauspieler mit Regisseur Alois Schilliger (rechts, stehend) und Souffleur Joachim Züger (Zweiter von rechts). (Bild: Angelina Donati)

Die Schauspieler mit Regisseur Alois Schilliger (rechts, stehend) und Souffleur Joachim Züger (Zweiter von rechts). (Bild: Angelina Donati)

Angelina Donati

angelina.donati

@wilerzeitung.ch

«Übertreibt es ruhig mit der Mimik und Gestik», weist Souffleur Joachim Züger die Laienschauspieler an. Damit will Züger bezwecken, dass die Emotionen auch tatsächlich spürbar sind. «Weil ja nur eine Rolle gespielt wird, gestaltet sich dies für den einen oder anderen schwieriger», erklärt er. Nur noch wenige Tage sind übrig, bis die Theatergruppe des Freiwilligen Rettungscorps Oberuzwil ihre einstudierte Komödie «Irrwäg im Alltag» dem Publikum zum Besten gibt.

Bei den Proben geht es derzeit nur noch um den Feinschliff. Hie und da greift Alois Schilliger ein, der seit drei Produktionen als Regisseur wirkt und nicht mehr selber mitspielt. Selten muss auch Souffleur Joachim Züger den Schauspielern helfen, wenn sie den Text vergessen haben. Im Grossen und Ganzen läuft aber alles, wie es soll. Bestimmt auch, weil die erste Leseprobe schon vor den Herbstferien stattgefunden habe, wie die Vereinsmitglieder erzählen. Ab dann wurde fleissig geprobt, und zwar zweimal wöchentlich.

Verein finanziert sich durch Theater

Die Handlung des Stückes verlangte lediglich acht statt zehn Schauspieler. «Leicht, Mitwirkende zu finden, war es aber auch dieses Mal nicht», sagt Alois Schilliger. Ähnlich wie in anderen Jahren besteht das Team aus drei aktiven Feuerwehrleuten sowie anderen aus dem Verein, Verwandten und Bekannten. Bei der Rollenverteilung werde auf unterschiedliche Kriterien geachtet. «Es kam schon vor, dass jemand eine Notlösung, dann aber perfekt für die Rolle war.»

Würden alle Stunden, welche die Theatergruppe und die anderen Vereinsmitglieder während den Aufführungen aufwenden, zusammengerechnet werden, gebe es eine stattliche Zahl. «So gesehen, lohnt sich das Ganze natürlich nicht», sagt Thomas Bettschen, Vizepräsident des Freiwilligen Rettungscorps Oberuzwil. Nebst der Raclette-Stube sei die alle zwei Jahre stattfindende Theateraufführung die wichtigste Einnahmequelle für den Verein. Mitgliederbeiträge würden keine verlangt. «Durch diese Fronarbeit können wir unser Vereinsprogramm für jeweils zwei Jahre weiter aufrechterhalten. Wer aktiv mitarbeitet, wird zudem bei Ausflügen mit einer Vergünstigung belohnt.» Die Geselligkeit und Kameradschaft werden grossgeschrieben. Und so finden im Jahr zahlreiche Anlässe statt. «Wir sind ein sehr aktiver Verein.» Stets mit dem Gedanken, den Kontakt zwischen Aktiven und Ehemaligen der Freiwilligen Feuerwehr Oberuzwil zu pflegen.

Frauenanteil in Feuerwehr nimmt stetig zu

Ziemlich genau die Hälfte der rund 100 Mitglieder besteht aus aktiven Feuerwehrleuten, der restliche Teil machen Frei- und Ehrenmitglieder aus. «Uns verbindet alle die Zeit bei der Feuerwehr», sagt Bettschen, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberuzwil als Offizier wirkt. «Da jeder, welcher der Feuerwehr beitritt, automatisch beim Freiwilligen Rettungscorps aufgenommen wird, braucht der Verein nicht um Mitglieder zu werben», sagt Bettschen. Anders sieht es dagegen bei der Feuerwehr aus. Glücklicherweise aber würden sich immer genügend Personen finden lassen, die sich engagieren wollen. Auch der Frauenanteil nimmt stetig zu – mittlerweile liegt er bei über zehn Prozent.

Trotz den teils belastenden Einsätzen der Feuerwehrleute, sei die Grundstimmung positiv und der Zusammenhalt gross. Um etwas zu verarbeiten, sei die beste Therapie, miteinander darüber zu sprechen. «Zum Glück aber war der grösste Teil von uns nie in ein schweres Unglück eingebunden.»

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