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OBERUZWIL: Über den roten Teppich zur doppelten Premiere

«Geldsüchtig» heisst die Komödie, welche die Dorfbühni Niederglatt einstudiert hat. Zusammen mit dem neuen Spielort, der alten Gerbi, also eine doppelte Premiere, die am Samstagabend vollauf gelungen ist.
Kathrin Meier-Gross
Herbert, der trockene Grundbuchverwalter, kann auch ganz charmant sein. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Herbert, der trockene Grundbuchverwalter, kann auch ganz charmant sein. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Einen üblen Kater hat die Blondine im Glitzerkleidchen und mit verschmiertem Lippenstiftmund. Trotzdem, sie fasst sich schneller als der halb tote «Güggel» auf dem Sofa und so gelingt es ihr, herzlich und professionell die Gäste im voll besetzten Gerbisaal zu begrüssen. «Lehnen sie sich zurück und machen sie es sich gemütlich», sagt Susanne Gregorin bei ihrem einzigen Auftritt im Stück «Geldsüchtig».

Leicht frivole Komödie

Dafür sind die Zuschauer bereits mitten in der Handlung, sehen, dass am Vorabend eine zünftige Polterabend-Fete stattgefunden haben muss. Während sich der Halbtote mit gewaltigem Brummschädel unter die Dusche quält, betritt Rebecca (Astrid Wirth) das Wohnzimmer, um es auszumessen. Der frisch gewaschene Herbert (Martin Schweizer) ist empört, trotzdem kommen die beiden Nachbarn ins Gespräch. Sie erzählt von Daniel (Benny Wirth), der bei ihr einziehen will, er von Judith (Nadine Eisenring), die er in zwei Tagen von dem Traualtar führen will. Dass die Braut massiv jünger und rassiger ist als er, der biedere Lottogewinner, und einen Papa mit einer insolventen Firma hat, stört ihn überhaupt nicht. Dass seine zukünftige Frau aber Gefallen an Daniel findet, gibt ihm zu denken. Dazu trägt auch Rebeccas Mutter Margret (Alice Schlauri) bei, die ihren Hallodri-Schwiegersohn in spe überhaupt nicht ausstehen kann, obwohl diesem eine beachtliche Erbschaft angekündigt wurde. Wie sich das turbulente Geschehen der leicht frivolen Komödie von Wolfgang Binder entwickelt, kann am nächsten Donnerstag und Samstag mitverfolgt werden. Der Freitag ist bereits ausverkauft.

Näher bei der «Stammkundschaft»

Die Dorfbühni Niederglatt feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Mit dem Wechsel von der Rössli-Bühne in Magdenau nach Oberuzwil ist der Verein näher bei seiner Stammkundschaft. «Uns gefallen heimelige, kleine Bühnen», sagt Vereinspräsidentin Astrid Wirth. «In der alten Gerbi sind wir zudem unser eigener Herr und Meister. Für die 20 Vereinsmitglieder und deren Angehörige bedeutet das zwar mehr Aufwand, denn wir haben auch die Verpflegung selber übernommen, aber uns gefällt es hier». Damit die Gäste angesichts der riesigen Baustelle den Weg in die Gerbi finden, ist draussen vor dem Eingang eigens ein roter und beleuchteter Teppich ausgerollt worden. Auch Marcel Bär, der Regie führt, zeigt sich zufrieden mit der Leistung seiner Crew und der Lokalität. Dass der Souffleur vom Balkon herab flüstert, stellt auch kein Problem dar. «Im Vordergrund stehen der Spass und die Freude», sagt Bär. Das Publikum amüsiert sich denn auch köstlich.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

Weitere Aufführungen

Donnerstag, 18. Januar, Freitag, 19. Januar, und Samstag, 20. Januar, jeweils um 20 Uhr

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