OBERUZWIL: Status quo für zehn Jahre

Was die Zukunft der «Alten Gerbi» als Kulturlokal betrifft, einigte sich der Gemeinderat auf einen Zeithorizont. «In den nächsten zehn Jahren wird sich nichts ändern», sagt Gemeindepräsident Cornel Egger.

Andrea Häusler
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Die Stiftungsräte Hans Müggler (li.) und Walter Dobler übergeben Gemeindepräsident Cornel Egger (Mitte) die Fragebögen. (Bilder: Andrea Häusler)

Die Stiftungsräte Hans Müggler (li.) und Walter Dobler übergeben Gemeindepräsident Cornel Egger (Mitte) die Fragebögen. (Bilder: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Die Liegenschaft «Alti Gerbi» steht im Besitz der Gemeinde Oberuzwil, die dort auch einen Jugendraum sowie die Ludothek betreibt. Der Kulturraum steht der gleichnamigen Kulturstiftung unentgeltlich zur Verfügung. «Im Sinne eines Beitrags der öffentlichen Hand zur Kulturförderung», wie Gemeindepräsident Cornel Egger betont. Was die Nutzung bzw. den Fortbestand der Liegenschaft anbelange, werde sich in den nächsten zehn Jahren nichts ändern: «Wir sind auch nicht auf der Suche nach einem neuen Jugendraum.» Diese klare Aussage bringt dem Stiftungsrat immerhin eine gewisse Planungssicherheit.

Wenngleich mit der in den vergangenen Wochen durchgeführten Publikumsumfrage zum Thema «Alti Gerbi» scheinbar offene Türen eingerannt wurden, war sie dennoch nötig, sind sich die Stiftungsräte einig. Gestern überreichten sie dem Gemeindepräsidenten 355 ausgefüllte Fragebogen, in denen Personen aus der Bevölkerung zu sieben Fragen Stellung genommen haben. Wenn es darum gehe, in die Zukunft zu planen, brauche es die Gewissheit, dass die Bevölkerung – zumindest ein relevanter Teil davon – hinter dem Objekt und dessen Nutzung steht, begründet Stiftungsrat Walter Dobler. Und Stiftungsratspräsident Fredy Willi ergänzte, dass der Einbezug der Umgebung des «Gerbi»-Gebäudes für kleinere kulturelle Anlässe im Freien bisher nicht angesprochen worden sei. Genauso wenig wie allfällige Auswirkungen eines Verkaufs des gemeindeeigenen Landes. Hier erwartet der Stiftungsrat vom Gemeinderat verbindliche Aus- und Zusagen. Über den Verzicht auf einen Abbruch oder Verkauf sowie ein unbefristetes Nutzungsrecht hinaus soll der Hof, nach dem Willen der Stiftungsräte, gemäss den Zielen in der öffentlichen Planauflage gestaltet werden. Das heisst, dass eine Nutzung für Anlässe möglich ist. Und, die «Gerbi»-Nutzer sollen in die Planung miteinbezogen werden.