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OBERUZWIL: Robotik ist keine Zauberei

Das Einmaleins war gestern. Heutzutage ist Robotik angesagt. In den Primarschulen von Oberuzwil und Bichwil werden die Schüler ihre eigenen Lego-Roboter bauen und auch programmieren.
Jonas Manser
Eine Gruppe von Schulmädchen konstruiert und programmiert ihren eigenen Roboter. (Bilder: PD)

Eine Gruppe von Schulmädchen konstruiert und programmiert ihren eigenen Roboter. (Bilder: PD)

Jonas Manser

jonas.manser

@wilerzeitung.ch

Während vier Tagen werden die Primarschulen von Oberuzwil und Bichwil zu Robotik-Werkstätten. Je zwei Klassen pro Schule konstruieren und programmieren für einen Tag ihre eigenen ­Roboter. Gearbeitet wird mit dem Lego-Robotik-Baukasten «Lego Mindstorms». In einem Programm der Credit Suisse stellt die Firma Baukasten und die dazu notwendigen Computer den Schulen zur Verfügung und unterstützt die Lehrperson im Unterricht. Die Kinder sollen auf spielerische Art ans Programmieren herangeführt werden.

Einen ganzen Tag bauen die Schülerinnen und Schüler ab der fünften Primarschulklasse in Gruppen einen Roboter. Dieser kann mit allerlei Komponenten ausgerüstet werden: Kompass, Auge, Berührungssensoren oder Sensorik für Distanzmessung. Dabei wird unterschieden zwischen Input- und Output-Aktoren. Diese bilden die einzelnen Bausteine der Roboter. Sie können über eine Software einzeln programmiert werden. Dem ­Roboter werden so auf einfache Weise Befehle erteilt. Nähert sich der Roboter zum Beispiel einem Hindernis, sendet der Distanzmesser ein Signal aus. Die Schüler programmieren mit einer Funktion, welche Handlung der Roboter bei einer solchen Situation auszuführen hat.

Der beste Roboter gewinnt

«Für die Kinder ist der Baukasten beinahe einfacher zu verstehen als für uns Erwachsene», sagt ­Roland Waltert, Oberuzwiler Schulratspräsident und bei der Credit Suisse im Bereich IT tätig. Der Schwierigkeitsgrad sei kein ­Problem. Am Ende des Robotik-­Tages folgt ein Wettbewerb: Es gewinnt der am besten programmierte Roboter. Die mit Sensoren ausgestatteten Roboter dürfen an keinem Hindernis anstossen. Der Roboter, der am Schluss übrig bleibt, gewinnt. «Mit den Robotik-Tagen soll das Interesse der Kinder geweckt werden, vor allem das der Mädchen», sagt Regula Linder, Schulleiterin der Primarschule Oberuzwil.

Mit dem Kompetenzbereich Medien und Informatik des neuen «Lehrplans 21» hätten sich die Anforderungen in Sachen Informatik erhöht. So werde bereits vor der fünften Klasse den Kindern das Zehn-Finger-System beigebracht. Seit dem vergangenen Herbst hat die Schule Oberuzwil ihre komplette EDV-Einrichtung auf den neusten Stand gebracht. Es stehen unter anderem 90 Tablets für den Unterricht zur Verfügung. Das Ziel der Robotik-Tage sei, Türen zum Technikbereich zu öffnen. «Wir möchten den Schülern verständlich machen, dass Robotik keine Zauberei ist.» Das Interesse für die Technik sei bei den Schülern ganz klar vorhanden, sagt Linder.

Roboter im Unterricht sei an sich nichts Neues, sagt Linder. Schon früh werden zum Beispiel im Kindergartenunterricht so­genannte Bee-Bots verwendet. Das sind kleine Bienchen auf Rädern, welchen die Kinder Bewegungsbefehle «einprogrammieren» können. Das Spielzeug dient den Kindern als Einführung in die Logik des Programmierens und soll räumliches Denken sowie mathematisches Verständnis fördern, beschreibt der Hersteller des kleinen Roboters sein Produkt.

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