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Oberuzwil: Polizeiposten und Arrestzellen im Gemeindehaus

Das 1930 erbaute Gemeindehaus hat einen neuen Anstrich erhalten. Es wurde verschiedentlich renoviert. Obwohl die Verwaltung in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, vermögen die Räume den Ansprüchen noch immer zu genügen.
Philipp Stutz
Das Gemeindehaus an der Flawilerstrasse hat einen neuen Anstrich erhalten. Die Farbe Blau dominiert das markante Gebäude. (Bilder: Philipp Stutz)

Das Gemeindehaus an der Flawilerstrasse hat einen neuen Anstrich erhalten. Die Farbe Blau dominiert das markante Gebäude. (Bilder: Philipp Stutz)

Das Gemeindehaus an der Flawilerstrasse ist ein markantes Gebäude. Anfang Juni dieses Jahres wurde es von einem Gerüst umgeben: Die Nord- und Westfassade ist inzwischen neu gestrichen und beeindrucken durch ihren Blauton. Diese Farbe ist auch im Wappen und Logo der Gemeinde vorzufinden.

Vor allem am «Turm» waren wetterbedingte Abnützungserscheinungen sichtbar geworden. «Damit das Gemeindehaus auch optisch einen freundlichen Eindruck macht und der Werterhalt des Gebäudes sichergestellt ist, wurde das Äussere aufgefrischt», begründet der Gemeinderat die Investition. Gleichzeitig wurde die Blitzschutzanlage erneuert und erweitert. «Die Arbeiten fielen unter den normalen Gebäudeunterhalt», sagt Gemeindepräsident Cornel Egger. Die Kosten betragen etwa 40000 Franken. Noch im Verlaufe dieses Jahres werden auch der Seiteneingang und die Haupttreppe im Gemeindehaus saniert.

Das Gemeindehaus war im Jahr 1930 vom Oberuzwiler Architekten Eduard Wagner erbaut worden. Vorher hatte die Gemeindeverwaltung ihren Sitz im Haus an der Ghürststrasse 1 gehabt, das 1898 erbaut worden war. Doch vermochten diese Räume nicht mehr zu genügen, sodass sich ein Neubau aufdrängte. «Architekt Wagner plante und gestaltete das neue Haus sorgfältig», ist einer Broschüre der Gemeinde zu entnehmen. Er verwendete klassische architektonische Elemente aus der Zeit des Jugendstils.

Dieses Gebäude an der Ghürststrasse 1 diente bis zum Jahr 1930 als Gemeindehaus.

Dieses Gebäude an der Ghürststrasse 1 diente bis zum Jahr 1930 als Gemeindehaus.

Platz für alle Amtsstellen

Das Haus an der Flawilerstrasse wurde vielseitig genutzt. Das zweite Obergeschoss beherbergte eine Wohnung und den Polizeiposten. Im Untergeschoss fanden sich neben Waschküche und Heizung zwei Arrestzellen. Diese Räume werden inzwischen anderweitig genutzt, und auch die Polizeiwohnung wurde aufgelöst. An ihrer Stelle entstanden Büros für die Verwaltung. 1993 wurde das Haus innen umgebaut und durch den Ausbau des Dachgeschosses räumlich vergrössert. Dadurch fanden alle Amtsstellen ihren Platz unter einem Dach, und auf einen Anbau konnte verzichtet werden. Ebenfalls wurde ein Lift eingebaut, der den Gang in die oberen Stockwerke erleichtert.

«Trauungen und Sitzungen finden wieder in einer würdigen Umgebung statt», heisst es im Bericht über die Renovation aus dem Jahr 1993. Schon damals verstand sich die Gemeindeverwaltung als modernes, effizientes Dienstleistungsunternehmen der öffentlichen Hand. «Wer das Gemeindehaus aufsuchen will oder muss, soll sich darin wohl fühlen», heisst es im Bericht weiter. Der für den Umbau verantwortliche Architekt Hans-Ulrich Baur führte unter anderem in seinem Bericht aus: «Es ist festzustellen, dass ein junger, frischer Geist dieses Haus belebt. Dies hat bewirkt, auch unorthodoxe Wege zu gehen. Ich bin sicher, dass heute Oberuzwil ein der Bedeutung entsprechendes, würdiges Gemeindehaus besitzt.»

Cornel Egger unterstreicht, dass die Planer des Hauses Weitsicht bewiesen hätten. «Es ist zweckmässig und erlaubt effizientes Arbeiten.» Ideal wäre es seiner Ansicht nach, wenn auch die Schulverwaltung hier ihren Platz fände. Ebenso müsse dem Sicherheitsaspekt im Sozial- und Betreibungsamt künftig Rechnung getragen werden. Deshalb ist in der Investitionsplanung für Sanierungen des Gemeindehauses ein Betrag von 300000 Franken aufgeführt. «Konkrete Pläne, etwa für einen Annexbau, liegen noch nicht vor», sagt der Gemeindepräsident, ebenso wenig wie ein Kredit. «Eine allfällige Erweiterung steht nicht zuoberst auf der Prioritätenliste.»

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