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OBERUZWIL: Neue Märchen am Waldesrand

Die vier Stationen des Märliweges können mit neuen Geschichten bestückt werden. Fünf Manuskripte sind eingegangen. Die ausgewählten Märchen werden im Mai auf die «Boxen» verteilt.
Andrea Häusler
Die Märchenerzählerin kann nach wie vor kein elektronisches Medium ersetzen, die Atmosphäre der Natur ohnehin nicht. (Bild: Andrea Häusler)

Die Märchenerzählerin kann nach wie vor kein elektronisches Medium ersetzen, die Atmosphäre der Natur ohnehin nicht. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

CD, Youtube, Netflix, Tonie- oder Storybox. Nie zuvor bot der Markt derart viele Möglichkeiten an, der Kinderwelt – visuell und/oder auditiv –märchenhafte Textinhalte zu vermitteln. Nichtsdestotrotz hat das Märchenerzählen in der Face-to-Face-Situation nichts von seiner Beliebtheit eingebüsst. Wenig erstaunlich, denn nur in dieser sind Interaktionen möglich: über die Mimik, Gestik oder den Augenkontakt. Passt dann, wie auf dem Oberuzwiler Märliweg, die Umgebung zur Geschichte, sind der kindlichen Fantasie kaum mehr Grenzen gesetzt. Gabriela Hollenstein, Ratsschreiberin und Aktuarin in der Kulturkommission, weiss um die Popularität des im Frühjahr 2010 eröffneten Weges zwischen der Austrasse und dem Bettenauer Weiher. Aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung, wie sie sagt. Denn Besucherzahlen werden keine erhoben.

Attraktiv bleibt der Weg jedoch nur dann, wenn die wetterfesten Holzkästen an den vier Erzählplätzen turnusgemäss mit neuen Märchen ausgestattet werden. Diese stammen aus den Federn lokaler Autorinnen und Autoren. Am Sonntag endete die Eingabefrist für jene Märchen, die ab Mai neu in Buchform am Märliweg hinterlegt werden sollen. Fünf Manuskripte seien eingegangen, sagt Gabriela Hollenstein. Das seien erfreulich viele. Zumal man auch schon Mühe gehabt habe, zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – neue, kindergerechte und idealerweise zur Jahreszeit passende Geschichten zu erhalten. «Wir haben dann einfach auf Märchen von Grimm oder Andersen zurückgegriffen.»

Zwei neue Autorinnen

Wiederum ein Märchen eingereicht hat Markus Jerg, der Autor des Wintermärchens «Hilfe für den Schneemann». Ebenfalls erneut dabei ist die Oberuzwiler Primarlehrerin Gaby Brägger, die im Winter mit «Ein Riese in Liwzurebo» ihre Märchenweg-Premiere gehabt hatte. Darüber hinaus sind, laut Gabriela Hollenstein, zwei neue Autorinnen auf den Geschmack gekommen. Nach der Eignungsprüfung werden vier Märchenbücher im Wald verteilt und eines in die Reserve gelegt. 64 Geschichten sind bisher auf dem Märliweg dem Publikum zugänglich gemacht worden. Gibt es Trend-Themen? Gabriela Hollenstein: «Oft gehören Tiere, die im Wald oder Wasser leben, zu den Hauptakteuren.»

Jedes Märchen ist eine in sich abgeschlossene Erzählung. Ursprünglich habe die Idee bestanden, über die vier Stationen hinweg eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen, erinnert sich Gabriela Hollenstein. Die Praxis zeige jedoch, dass die Kinder nach einem oder zwei Märchen in Folge gesättigt sind.

Der Oberuzwiler Märliweg ist, trotz der idyllisch verborgenen Lage am Waldrand, von Vandalen weitgehend verschont geblieben. Nur einmal habe es einen Zwischenfall gegeben, berichtet Gabriela Hollenstein.

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