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OBERUZWIL: Musik kann man auch sehen, fühlen und riechen

Bunt, laut und energiegeladen – das Konzert des Chores Ja-So-Ro in der Alten Gerbi überraschte mit einem abwechslungsreichen Mix an Songs und kleinen Zwischeneinlagen.
Der Chor und Michael Schmid: So geht Lollipop a cappella. (Bild: Bettina Bellmont)

Der Chor und Michael Schmid: So geht Lollipop a cappella. (Bild: Bettina Bellmont)

Huch, ein falscher Tritt von Chorleiterin Yasmin Stadler und da fällt der Kaktus von der Bühne. Scheppernd zersplittert die stachelige Porzellanattrappe zwischen den Sitzbänken des Publikums. Mit allen Sinnen erleben, nicht einfach nur hören: Das war das Motto des vierten grossen Konzerts des Ja-So-Ro-Chors in Oberuzwil. Und dafür fliegen auch schon mal die Scherben.

Das Outfit ist zwar noch gewohnt grün, aber der Chor Ja-So-Ro (Jazz, Soul, Rock) ist nach dem vierten Eigenkonzert in der Alten Gerbi selbst nicht mehr wirklich grün hinter den Ohren. Das bewies die bunt gemischte Truppe unter der Leitung der Jonschwilerin Yasmin Stadler mit einem gewagten Mix an Songs aus unterschiedlichen Epochen und Genres. Egal ob traditionell mit dem «Guggisberg Lied», mit Deutsch-Pop oder mit Hits aus den 80ern – Ja-So-Ro legte sich mit einem Musikprogramm ins Zeug, das alles in allem an die zwei Stunden dauerte, und präsentierte so die grosse Bandbreite an Songs, die sich der Chor während den vergangenen anderthalb Jahren erprobt hatte.

Es wäre nicht Ja-So-Ro, wenn die Songs an sich für ein Konzert genügen würden. Schon in den letzten beiden Konzerten liessen sie sich einiges einfallen. Dieses Mal wurden die Lieder in Themenblöcke – passend zu je einem unserer fünf Sinne – eingeteilt und mit kleinen Überraschungen garniert. Duftspray bei «Misty Mountains», ein süsses Häppchen zu «Rum and Coca Cola» oder eine Tastbox für mutige Zuhörerinnen und Zuhörer während «The Way You Make Me Feel». Für viel Hör- und Sehgenuss sorgte nicht nur die dreiköpfige Band, sondern auch die beiden Gäste des Abends.

Beatboxer Michael Schmid war nach dem erfolgreichen Einstand bei Konzert Nr. 2 abermals mit von der Partie und begleitete den Chor im «Hören»-Part. Mit einer Solo-Beatbox-Einlage konnte er das Publikum ein weiteres Mal begeistern. Für den «Sehen»-Teil des Abends verschwand der Chor für einmal hinter einer weissen Leinwand. Hier zauberte die Zürcher Comiczeichnerin Frida Bünzli mit humorvollen Karikaturen ein Lachen in die Gesichter der Zuschauer. Lacher hatten auch die beiden choreigenen Moderatoren des Abends auf sicher. Erik Mazenauer und Joel Hochreutener gefielen sich sichtlich in der Rolle der überdrehten Spassmacher und stimmten das Publikum auf mehr ein.

Mehr Stimmen sind willkommen

Mehr gibt es dann wieder beim fünften Konzert. Bis dahin probt der Ja-So-Ro-Chor weiterhin jeden Montag, ab 20 Uhr, auf der Empore der katholischen Kirche in Oberuzwil. Interessierte sind jederzeit zum Schnuppern eingeladen. Anmelden kann man sich bei Präsidentin Marika Lusti per Mail an dinistimm@jasoro.ch.

Bettina Bellmont

redaktion@wilerzeitung.ch

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