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OBERUZWIL: Lernen zwischen Schatzkisten

Seit dem Sommer führen die Schulen im Schulhaus Breite ein «Lernschloss». Neun Kinder werden dort unterrichtet.

Das Angebot richtet sich an Kinder, welche die sogenannte «Schulbereitschaft» nach zwei Kindergartenjahren noch nicht erreicht haben. Auch fremdsprachige Kinder sollen nicht alleine wegen fehlender Deutschkenntnisse ein zusätzliches Kindergartenjahr mit heilpädagogischer Förderung besuchen. Die kleine Lernschlossgruppe (maximal 12 Kinder) ist als eigenständige Klasse unterwegs. Die Kinder besuchen während 20 Wochenlektionen morgens das Lernschloss und an zwei Nachmittagen den ehemaligen Kindergarten.

Spielen und Lernen als Einheit

Das Lernschlossangebot ersetzt weder therapeutische Angebote wie Logopädie, Ergo- oder Psychomotoriktherapie, noch das fachspezifische «Deutsch als Zweitsprache» (DaZ). Es versteht sich vielmehr als drittes Kindergartenjahr mit heilpädagogischer Förderung. Das Kind soll sich auf ein schulisch ausgerichtetes Lernen einlassen. Es lernt, sich über eine längere Zeitspanne in eine Aufgabe oder Rolle zu vertiefen. Die Fähigkeit zum alltäglichen schulischen Zusammenleben soll entwickelt werden. Zusätzlich soll sich das Kind an einen Schulalltag mit Hausaufgaben und Hochdeutsch als Unterrichtssprache gewöhnen. Hauptziel ist ein reibungsloser Übertritt in die

1. Klasse.

Die Lernschlossklasse ist integriert in das schulische Umfeld, beteiligt sich an gemeinsamen Anlässen wie Sporttagen, Weihnachtssingen usw. In der Anfangsphase wird die Nähe zum Kindergarten gesucht und aktiv gestaltet, indem beispielsweise die Znünipause mit den Kindergartenklassen verbracht wird. Die Lernschlosskinder erleben Spielen und Lernen als Einheit.

Goldklumpen in königlichen Schatzkisten

Das Klassenzimmer zeichnet sich durch Materialien, die alle Sinne anregen, aus. Geführte und offene Aufträge passen sich dem Vorwissen der Kinder an. Die Kinder experimentieren und spielen im Reich des Lernschlosses, wo sie z. B. im Zahlensaal in den königlichen Schatzkisten eine Menge an wertvollen Edelsteinen, Goldklumpen und Silbermünzen zu verwalten haben. Die Freude für Schrift und Lesen, Zählen und Rechnen wird geweckt. Die Neugier des Lernschlosskindes und seine Motivation für das Erwerben der Kulturtechniken entwickeln sich. (gk)

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