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Festliche Standortbestimmung: Oberuzwil feiert in diesem Jahr seinen 1200. Geburtstag

An den verschiedenen Anlässen des 1200-Jahr-Jubiläums blickt Oberuzwil nicht nur in die Vergangenheit und die Gegenwart, sondern auch in die Zukunft.
Tobias Söldi
Das OK des 1200-Jahr-Jubiläums im Restaurant Rössli (von links): Rolf Müller, Roman Egli, Thomas Rhyner, Fritz Gerber (Präsident), Susanne Osterwalder, Reto Almer, Stefanie Neumeister und Anita Gähwiler. (Bild: Tobias Söldi)

Das OK des 1200-Jahr-Jubiläums im Restaurant Rössli (von links): Rolf Müller, Roman Egli, Thomas Rhyner, Fritz Gerber (Präsident), Susanne Osterwalder, Reto Almer, Stefanie Neumeister und Anita Gähwiler. (Bild: Tobias Söldi)

Am Dorfeingang flattert sie schon im Wind, die Flagge zum 1200-Jahr-Jubiläum von Oberuzwil. Und der erste Anlass, der die Jubiläumsaktivitäten einläuten wird, lässt nur noch wenige Wochen auf sich warten: Am 14. Februar liest der Appenzeller Autor Andreas Geiger aus einem Roman, den er eigens für das Jubiläum geschrieben hat – und der Oberuzwil zum Schauplatz krimineller Energien macht.

Zwei Jahre lang hat das achtköpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Präsident Fritz Gerber an der Organisation der Jubiläumsfestivitäten gearbeitet. «Es war eine intensive Zeit», sagt Gerber. Nun beginnt der Endspurt. Die Liste der Dinge, die noch zu erledigen sind, sei aber auch nach zwei Jahren noch lange, schmunzelt Gerber.

Von Oberuzwilern für Oberuzwiler

Von Anfang an war für das Organisationskommitee klar: Das Jubiläumsfest soll ein kleiner, aber feiner Anlass von Oberuzwilern für Oberuzwiler sein. «Wir wollen alle Altersgruppen mit einbeziehen und etwas Nachhaltiges kreieren», sagt Gerber. Entsprechend zeigt sich das Programm, das herausgekommen ist: Lesungen und Ausstellungen stehen ebenso auf der Agenda wie ein Unterhaltungsabend, und nicht nur die Vergangenheit, auch die Zukunft wird thematisiert. Die verschiedenen Anlässe bieten auch den ortsansässige Vereinen eine Plattform.

Für das 1200-Jahr-Jubiläum wurde zudem eine Homepage (www.1200jahroberuzwil) und ein Logo gestaltet, welches auch die Flagge beim Dorfeingang ziert. Letzteres hat Susanne Osterwalder entworfen. «Ich habe versucht, das Wappen von Oberuzwil zu abstrahieren und zu modernisieren», erklärt sie. Aus dem Mühlerad, das im Gemeindewappen für die Industrie steht, ist ein Kreis geworden, aus den Wellen, welche die Bedeutung des Wassers in der Region betonen, eine dicke Linie. Die Farben Blau, Weiss, Rot und Schwarz dagegen sind geblieben. «Der Fingerabdruck auf dem Logo steht für die Identität der Dorfbewohner», so Osterwalder weiter.

Eine Urkunde aus dem Jahr 819

Auslöser für das Jubiläum war eine Entdeckung des Ortsmuseums: In einer Urkunde vom 16. Juni 819 – vor genau 1200 Jahren – ist die Region erstmals schriftlich erwähnt. «Das Ortsmuseum ist auf die Kulturkommission zugegangen mit der Frage, ob man diese Erwähnung nicht zum Anlass für ein Fest nehmen könnte», erinnert sich OK-Präsident Gerber. Dass das Ortsmuseum mittlerweile Münzen entdeckt hat, die zeigen, dass die Region schon vor 819 besiedelt gewesen sein muss, tut der Jubiläumsstimmung da keinen Abbruch.

Spannung im Dorf

Den Auftakt zum Jubiläum macht ein Buch. Der Appenzeller Autor Andreas Geiger hat einen in Oberuzwil spielenden Krimi geschrieben, wofür er auch einige Zeit im Dorf weilte. «Das Buch soll einen humorvollen, aber auch spannungsreichen Blick auf Oberuzwil erlauben», sagt Thomas Rhyner vom OK. «Alt ist nicht kalt», so der Titel des Buches, ist in Kooperation mit der Donnerstagsgesellschaft und dem Jubiläums-OK entstanden. Am 14. Februar liest Giger im Singsaal der Oberstufe. Ab dann kann das Buch für sieben Franken bei der Gemeindeverwaltung und an den Jubiläumsanlässen erstanden werden. (tos)

Ein Blick auf die Anfänge

In einer Sonderausstellung zeigt das Ortsmuseum Oberuzwil das Dokument, das den Anlass zu den 1200-Jahr-Feierlichkeiten gab: eine Urkunde aus dem Jahr 819 nach Christus, in dem Oberuzwil unter dem Namen «uzzinuuilare» erstmals erwähnt ist. Im Dokument geht es um eine Schenkung von Gütern aus der Gegend an das Kloster St. Gallen. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Urkunde, sondern ermöglicht auch einen Einblick in das Leben in der Region in jener Zeit. Eröffnet wird die Sonderausstellung am Sonntag, 17. Februar. Auch am Festakt wird das Ortsmuseum präsent sein. (tos)

Unterhaltung und Musik

Am Samstag, 15. Juni, findet in der MZA Breite ein Unterhaltungsabend unter dem Motto «Oberuzwil bisch Du!» statt. Am Nachmittag stehen Geländespiele für Kinder und Erwachsene auf dem Programm – je nach Wetter draussen oder in der Turnhalle. Das Abendprogramm einläuten wird der Jugendchor JaSoRo, danach führt das Theaterteam des Freiwilligen Rettungscorps einen Einakter auf. Für musikalische Unterhaltung sorgen die ortsansässige Blues-Band Endlich und zum Abschluss die Oberuzwiler Gugger der Gräppälä-Schränzer. Es wird ein Unkostenbeitrag von fünf Franken erhoben. (tos)

Offizieller Festakt

Der Sonntag, 16. Juni, ist der Tag des offiziellen Festaktes. Er beginnt mit einem Brunch für die Dorfbevölkerung. Danach werden sich Regierungsrat Martin Klöti, OK-Präsident Fritz Gerber und Gemeindepräsident Cornel Egger für Ansprachen das Mikrofon in die Hand geben. Darbietungen ortsansässiger Vereine umrahmen den Anlass. Am Nachmittag wird ein neuer Brunnen im Schoren bei der Bürgerhütte eingeweiht werden. Die Platzzahl für den Festakt ist beschränkt. Anmelden kann man sich ab 14. Februar über die Website www.1200jahroberuzwil.ch oder telefonisch. (tos)

Ein Blick in die Zukunft

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs steht eine Auseinandersetzung mit der Zukunft an: Wie soll Oberuzwil im Jahr 2030 aussehen? Was soll bewahrt, was erneuert werden? Um das herauszufinden, lädt das OK die Dorfbevölkerung zu einer halbtägigen Zukunftswerkstatt, die am 16. November in der MZA Breite stattfindet. Die Leitung hat ein externes Team inne. Ein bewusster Entscheid: «Der Blick von aussen ist hier wichtig», sagt OK-Präsident Fritz Gerber. Das Resultat der Werkstatt soll auch dem Gemeinderat, den Schulen, dem Gewerbe und der Bauwirtschaft als Inspiration dienen. (tos)

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