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OBERUZWIL: FDP will dritten Sitz verteidigen

Ingrid E. Markart (FDP) soll die Nachfolge von Gemeinderat Thomas Müller antreten, der seinen Rücktritt auf Ende Jahr eingereicht hat. Die Freisinnigen sind bisher mit drei Sitzen in der Exekutive vertreten.
Philipp Stutz
Thomas Müller gehört der Exekutive seit dem Jahr 2005 an und ist damit dienstältester Oberuzwiler Gemeinderat. (Bild: Philipp Stutz)

Thomas Müller gehört der Exekutive seit dem Jahr 2005 an und ist damit dienstältester Oberuzwiler Gemeinderat. (Bild: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

Die Demission von Thomas Müller kommt nicht ganz überraschend. «Bereits bei den Gesamterneuerungswahlen vom vergangenen Herbst habe ich mich mit Rücktrittsgedanken beschäftigt», sagt er. Der 59-Jährige ist Inhaber und Geschäftsführer der Druckerei Dietschi in Olten. «Die zeitliche Beanspruchung stieg in letzter Zeit stark», sagt er. Und das Pendeln von seinem Wohnort Oberuzwil nach Olten sei zeitaufwendig. Es sei zunehmend schwieriger geworden, neben Gemeinderatssitzungen noch weitere Anlässe zu besuchen.

Valable Kandidatin gefunden

Dass nun mit Ingrid E. Markart-Kaufmann eine valable mögliche Nachfolgerin gefunden wurde, habe zum Rücktrittsentscheid auf Ende Jahr beigetragen, sagt Müller. Ingrid E. Markart-Kaufmann, lic. iur. HSG, Rechtsanwältin, ist in Oberuzwil wohnhaft. Seit fünf Jahren ist sie Geschäftsleiterin des Pelago-Pflegeheims der Region Rorschach. Neben anderen Funktionen amtiert die 54-Jährige als Gerichtsschreiberin des Bezirksgerichts Rorschach und als Untersuchungsrichterin Unterrheintal und St. Gallen. Seit zwei Jahren ist sie Mitglied der FDP Oberuzwil. An einer Nominationsversammlung in der zweiten Augusthälfte soll Ingrid E. Markart als Gemeinderatskandidatin vorgeschlagen werden.

Nachdem an der Bürgerversammlung im Frühjahr 2016 ein heftiger Disput um die vorgelegte Schul- beziehungsweise Gemeindeordnung stattfand, wurde einem Rückweisungsantrag zugestimmt. Damit war der Auftrag laut FDP-Parteipräsident Paul Stengel klar definiert. Der Entwurf musste nochmals von Grund auf überarbeitet werden. In Anbetracht der komplexen Aufgabe sei es der FDP Oberuzwil wichtig gewesen, dass in der Exekutive Kontinuität herrsche und die bisherigen Gemeinderäte diese Aufgabe bearbeiten müssten. Aus diesem Grund wurde Thomas Müller gebeten, sich nochmals als Gemeinderat zur Verfügung zu stellen. Nun liegt ein neuer Entwurf vor, in dem die Anliegen aus der Bürgerversammlung berücksichtigt worden sind. «Wir sind zuversichtlich, dass die wichtigsten Arbeiten in diesem Bereich sorgfältig erledigt wurden», sagt Paul Stengel. «Die Arbeit ist getan», ergänzt Thomas Müller. Damit sei die Zeit für seinen Rücktritt reif.

Kampfwahlen sind nicht ausgeschlossen

Die FDP ist im Gemeinderat mit drei von sieben Sitzen aufgrund der Wähleranteile eher übervertreten. Es sei deshalb möglich, dass die anderen Ortsparteien der FDP den Sitz streitig machen wollten, sagt Paul Stengel, der eine Kampfwahl nicht ausschliesst. Thomas Müller stand dem Ressort Wirtschaft vor und organisierte jeweils den Unternehmeranlass. Er lobt die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und die straffe Sitzungsleitung des Gemeindepräsidenten. Als Eckpunkte seiner 13-jährigen Tätigkeit erwähnt er die Steuersenkungen von einst 162 auf heute 129 Prozentpunkte. Auch die kürzlich bewilligten Kredite für Hallenbad und Schulhausbauten seien ihm in positiver Erinnerung geblieben. «Ich habe meinen Teil für die Öffentlichkeit geleistet», resümiert Müller, der auch während vielen Jahren den Badminton-Club Uzwil präsidiert hat.

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