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OBERUZWIL: Einwohner wehren sich

Die Beseitigung eines Fussgängerstreifens erregt die Gemüter. Mit dieser Problematik ist Oberuzwil nicht allein.

Auf Anordnung der Kantonspolizei St. Gallen hat das Strassenkreisinspektorat des Kantons St. Gallen anfangs Jahr auf den Kantonsstrassen in Oberuzwil vier Fussgängerstreifen entfernt, drei an der Bahnhofstrasse und einen an der Flawilerstrasse. Diese «Aktion» des Kantons stösst bei zahlreichen Einwohnerinnen und Einwohnern auf Unverständnis, schreibt der Gemeinderat im aktuellen Mitteilungsblatt.

Die Bewilligung von Fussgängerstreifen – ob auf Kantons- oder

auf Gemeindestrassen – ist Sache der Kantonspolizei. Diese hatte vor über zwei Jahren alle Fussgängerstreifen in der Region in Bezug auf die Verkehrssicherheit überprüft. Jetzt hat der Kanton in Oberuzwil quasi in einer «Nacht-und-Nebel-Aktion» die als gefährlich eingestuften Fussgängerstreifen entfernen lassen – ohne dies der Öffentlichkeit oder der Gemeinde zu kommunizieren. Bei der Gemeinde sind verschiedene Meldungen eingegangen, wonach Strassenquerungen – beispielsweise auf Schulwegen – nun viel zu gefährlich seien. Insbesondere einer der vier aufgehobenen Fussgängerstreifen auf der

Bahnhofstrasse soll schnellstmöglich wieder angebracht werden, wird gefordert.

Gleiche «Aktion» – gleiche Reaktion

Mit der gleichen Situation waren im vergangenen Dezember die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Niederbüren konfrontiert. Auch dort war ohne vorgängige Ankündigung ein Fussgängerstreifen aus dem Asphalt gefräst worden, was zu Verständnislosigkeit und Unmut geführt hatte. In jenem Falle hatte der für den Kreis Gossau zuständige Strassenkreisinspektor, Bruno Bulgheroni, auf Anfrage klar gemacht, dass die Demarkierungen bereits im Januar 2016 angeordnet worden seien und die Information der Bevölkerung in die Zuständigkeit der Gemeinden falle. Gleichzeitig hatte er, am Beispiel von Uzwil, die Bedeutung der dezidierten Ankündigung der Arbeiten relativiert. Der Aufschrei sei dort gleichermassen gross gewesen, obwohl die Gemeindeführung vorab informiert habe. Ohnehin müsse die Anordnung der Kantonspolizei nicht mehr hinterfragt werden.

Die Oberuzwiler Bauverwaltung will das gleichwohl tun. Diese habe die Problematik aufgenommen und setze sich beim Kanton für eine Lösung ein», schreibt der Gemeinderat in seiner Stellungnahme. (ahi/gk)

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