OBERUZWIL: Eine eigene Bäckerei war lange sein Wunsch

Die Bäckerei-Konditorei Wagner ist in neuen Händen. Mit dem gleichen Personal wie sein Vorgänger hat Sepp Signer den Betrieb gestern nach einem kurzen Unterbruch wiedereröffnet.

Drucken
Teilen
Sepp Signer mit Beatrice Nüssli, die für den Laden verantwortlich ist. (Bild: Urs Bänziger)

Sepp Signer mit Beatrice Nüssli, die für den Laden verantwortlich ist. (Bild: Urs Bänziger)

Jedem Kunden in der Bäckerei-Konditorei Wagner wurde gestern ein Biberli mit der Marzipan-Aufschrift «Wöllkomm» überreicht. Die süsse Aufmerksamkeit verrät es: Der neue «Beck» muss ein Appenzeller sein. Obwohl er seit vielen Jahren mit seiner Familie im Hinterthurgau wohnt, spricht Sepp Signer den urchigen Dialekt seiner ­Heimat. Und zum «Wöllkomm» passt sein Vorsatz, der Kundschaft bei Gelegenheit auch typische Appenzeller Spezialitäten anzubieten. Neben dem Namen hält der neue Pächter aber ansonsten im Angebot an Bewährtem fest. «Ich möchte die Bäckerei-Konditorei erfolgreich weiterführen und der Kundschaft konstant gute Qualität und einen Service bieten», sagt Signer.

Viele Kunden wünschten ihm gestern einen guten Start und äusserten sich erfreut darüber, dass sie weiterhin in der Oberuzwiler Bäckerei einkaufen können. Für Sepp Signer ist es indes ein grosser Schritt, denn er wagt als 47-Jähriger den Schritt in die Selbstständigkeit. Zuvor war er in verschiedenen Bäckereien als Produktionsleiter tätig. Eine eigene Bäckerei zu führen, sei schon lange sein Wunsch gewesen. «Es ist eine grosse Herausforderung und zugleich eine grosse Verantwortung gegenüber dem Personal und einer treuen Stammkundschaft», sagt Signer.

Von seinem Vorgänger hat er nahezu die ganze Belegschaft übernommen. Mit dem Chef arbeiten zwei gelernte Bäcker und zwei Lehrlinge in der Backstube sowie im Laden zwei Verkäuferinnen und zwei Lernende. «Ich habe ein gutes Team, das hoffentlich lange zusammenbleibt», lobt Signer seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch