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OBERUZWIL: Drei für einen Verwaltungsrat

Gute Zahlen, eine ungewisse Zukunft, denkbare Strategien und drei neue Gesichter in der strategischen Führung: Am Samstag war Generalversammlung der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil.
Andrea Häusler
Alltägliches witzig und unkonventionell erzählt und musikalisch präsentiert: die A-cappella-Formation A la Quarte. (Bild: Andrea Häusler)

Alltägliches witzig und unkonventionell erzählt und musikalisch präsentiert: die A-cappella-Formation A la Quarte. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Gratis gab es am frühen Abend noch nichts. Abgesehen von den Sitzgelegenheiten in der Mehrzweckhalle Breite und dem einleitenden Showprogramm des A-cappella-Quintetts A la Quarte. Dennoch waren die ersten Genossenschafterinnen und Genossenschafter bereits knapp eine Stunde vor Versammlungsbeginn da, sicherten sich die besten Park- und Sitzplätze. Oder sie nützten die Zeit für Gespräche: Die Generalversammlungen der regionalen Raiffeisenbanken sind eben nicht nur wegen der anschliessenden Nachtessen gesellschaftliche Ereignisse.

2,25 Prozent Zins für Anteilscheine

1872 Stimmberechtigte hatten sich schliesslich an den beiden Versammlungsorten Oberuzwil und Degersheim eingefunden. «Zusammen mit dem (nicht stimmberechtigten) Publikum an der ‹YoungMember Night in Flawil› sind dies rund zehn Prozent der Einwohnerschaft des Geschäftskreises jener Raiffeisenbank, die den längsten Namen der Raiffeisengruppe trägt», sagte Verwaltungsratspräsident Christoph Brunner. Mit den finanziellen Ergebnissen ihrer Bank zeigten sich die Genossenschafter unisono zufrieden. Diese weist, wie Bankleiter Michael Turi erläuterte, für das Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von 836249 Franken (+21,5 Prozent) aus. 432174 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen, 339747 Franken für die Verzinsung des Anteilscheinkapitals mit 2,25 Prozent aufgewendet. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,8 Prozent auf gut 970 Millionen Franken. Diskussionslos genehmigte die Versammlung die traktandierten Anträge.

Gefahren für das Erfolgsmodell Schweiz

«Unsere Welt ist unsicherer und unberechenbarer geworden», stellte Christoph Brunner im Jahresbericht fest. Damit meinte er nicht nur die politische Stabilität. «Auch in gesellschaftlichen, regulatorischen und technologischen Fragen sind Antworten nicht einfach zu finden.» Entscheidend für eine Bank sei das Verhalten der Nationalbanken in der Geld- und Währungspolitik. Fragen stellten sich aber auch in Bezug auf die Entwicklung der Kundenbedürfnisse: «Braucht es den direkten Kontakt künftig noch?» Die Schaltertransaktionen etwa hätten in den letzten Jahren markant abgenommen. Dafür schreite die Digitalisierung voran. Brunner warnte vor der wachsenden Regulierungsdichte, die das Erfolgsmodell Schweiz gefährde, und nannte in der Pipeline befindliche neue Gesetze. Unsicherheit schüre Angst, weshalb Werten wie Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit, Unternehmertum und Nähe eine besondere Bedeutung zukomme.

Drei neue Verwaltungsräte gewählt

Der zurückgetretene Willi Forster, Oberuzwil wurde aus dem Verwaltungsrat verabschiedet. Neu im strategischen Führungsgremium Einsitz nehmen Carole Morellon, Bichwil, Andreas Sauter, Wolfertswil und Marco Küng, Oberuzwil.

Fünf Genossenschaftsmitglieder wurden für ihre 50-jährige Zugehörigkeit zur regionalen Raiffeisenbank namentlich genannt: Werner Stauffacher und Werner Angst aus Bichwil, Selina Gemperle, Wolfertswil und das Kloster Magdenau. Das Schlusswort hielt in der «Allgemeinen Umfrage» der Flawiler Bosco Bühler, der die Verfehlungen im Bankenbereich seit 2008 thematisierte und betonte, dass Vertrauen gut, Kontrolle weit besser und eine volksnahe Bank das Modell der Zukunft sei.

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