OBERUZWIL: Der Edelstahl sticht ins Auge

Die Sanierungsarbeiten im Hallenbad sind zwar noch mitten in Gang, aber der Badmeister ist überzeugt, dass die Bevölkerung begeistert sein wird. Die Wiedereröffnung ist im November geplant.

Urs Bänziger
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Orientierungshilfe beim Rückenschwimmen: Die Lichtstreifen in der neuen Hallendecke verlaufen parallel zu den Bahnen im Becken. (Bilder: Urs Bänziger)

Orientierungshilfe beim Rückenschwimmen: Die Lichtstreifen in der neuen Hallendecke verlaufen parallel zu den Bahnen im Becken. (Bilder: Urs Bänziger)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Das Gesicht von Badmeister Walter Bruggmann strahlt so sehr wie der Edelstahl, der jetzt das Schwimmbecken auskleidet. Obwohl die Sanierungsarbeiten noch in vollem Gang sind, ist der Oberuzwiler Badmeister überzeugt: Das Hallenbad wird nach der Wiedereröffnung in der Bevölkerung einen «Wow-Effekt» auslösen. Wann immer Bruggmann Zeit findet, marschiert er vom Freibad Ghürst ins Hallenbad, um die Arbeiten dort zu verfolgen. Das Gleiche macht mehrmals in der Woche auch Oberuzwils Bauverwalterin Claudia Lenz-Kunz. Die Sanierung des Hallenbads sei etwas Spezielles. «Auf dieser Baustelle gibt es so viel Interessantes zu entdecken», sagt sie. Das Wichtigste für sie und die anderen Mitglieder der Baukommission ist aber, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen. «Wenn sich nicht noch etwas Unvorhergesehenes ereignet, kann das Hallenbad im November wiedereröffnet werden.»

In den Rohbauzustand versetzt

Seit Mitte Februar ist das Hallenbad geschlossen. Der Rückbau war aufwendig und dauerte mehrere Wochen. «Ab und zu dachte ich, es geht ja überhaupt nicht vorwärts», sagt Walter Bruggmann. Sanitäre und technische Anlagen wie die Wasseraufbereitung und die Lüftung waren abgenutzt, überaltert und wurden ausgeräumt. Unter besonderen Vorsichtsmassnahmen mussten die Keramikbeläge in der Schwimmhalle und in den Garderoben entfernt werden, weil die Plattenkleber asbesthaltig waren. Alle Arbeiten seien bisher ohne grössere Probleme verlaufen, sagt Claudia Lenz. «Lange Zeit hat man bei den Sanierungsarbeiten keinen Fortschritt gesehen, weil das Hallenbad praktisch wieder in den Rohbauzustand versetzt wurde.»

Inzwischen können die Bauverwalterin und der Badmeister fast täglich Fortschritte entdecken. Dutzende von Kabelsträngen und Leitungen schlängeln sich den Decken entlang. Die Plattenleger haben ihre Arbeiten in der Schwimmhalle abgeschlossen und sind jetzt in den Garderoben dran. «Die Platten an Wänden und Böden sind klein und deshalb rutschfester und pflegeleichter als die grösseren. Sie sind verschiedenfarbig und Teil des Farbkonzeptes», sagt Claudia Lenz. Schon jetzt ins Auge sticht der Edelstahl im Schwimmbecken und die langgezogenen Lampen in der Hallendecke. Die Idee dazu ist spontan entstanden. «Die Lampen verlaufen identisch mit den Bahnen im Becken und sind beim Rückenschwimmen eine Orientierungshilfe», erklärt die Bauverwalterin. Auch die mit Plättli umfassten Türrahmen waren so nicht geplant. «Die alten Rahmen waren aus Metall und hatten wegen der Wärme und Feuchtigkeit Rostschäden», erzählt Bruggmann. Bis die Sanierung abgeschlossen ist, dürfte vielleicht noch die eine oder andere Idee umgesetzt werden.