OBERUZWIL: Auen unter Dach gebracht

Vor Jahrzehnten hatte der Kreativmaler Severin Harzenmoser im Oberuzwiler Hallenbad bereits künstlerische Akzente gesetzt. Jetzt hat er wieder zum Pinsel gegriffen und eine Auenlandschaft geschaffen.

Andrea Häusler
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Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Er hat auf vielen Fassaden seine Spuren hinterlassen, mancher weissen Wand mit Bildern und Ornamenten einen prägnanten Charakter verliehen. So trägt etwa das Wohnhaus der Gärtnerei Nützi seine Handschrift, das Feuerwehrdepot in Oberuzwil oder das Treppenhaus des Coop in Uzwil. Im vergangenen Jahr hat der längst pensionierte Kreativmaler die Fassade der Kita Summervogel in Zuzwil mit bunten Schmetterlingen optisch zum Leben erweckt.

Malerische Schönheit hatte einst auch das Oberuzwiler Hallenbad ausgezeichnet. Vor rund 20 Jahren habe er im Innenraum des Bades ein Wandbild gestaltet, sagt Severin Harzenmoser. Jedoch sei dieses späteren Umbau- und Sanierungsmassnahmen zum Opfer gefallen. In Erinnerung ist es gleichwohl geblieben. Severin Harzenmoser ist jedenfalls überzeugt, dass es die Arbeit von damals war, die zum neuerlichen Auftrag oder mindestens zur Anfrage geführt hatte.

Ob überhaupt weitere Maler- Gestaltungsvorschläge eingereicht worden seien, wisse er nicht einmal.

Auenlandschaft auf knapp 10 Quadratmetern

Dieses Mal war es der Treppenhausbereich, der zu gestalten war. Harzenmosers Idee mit der Auenlandschaft gründet auf der unmittelbaren Nähe des Hallenbads zum Mühleweiher, soll aber auch Assoziationen zum Betten­auer Weiher wecken, der für Oberuzwil und die Region eine zentrale Bedeutung habe. Das Sujet passt zur Umgebung, aber auch zu ihm, der sich selbst als Naturmensch bezeichnet. Ein Abbild der realen Landschaften ist das Wandgemälde allerdings nicht. «Ich male nicht ab Fotografien», sagt Severin Harzenmoser. Bäume, Sträucher, Gräser sind skizziert und dann auf die Wand übertragen worden. «Man gewöhnt sich an die Grössenverhältnisse», sagt er. «Ich mache das ja auch schon seit Jahrzehnten.» Für die Gestaltung der knapp zehn Quadratmeter grossen Fläche hat Harzenmoser eine Woche Zeit benötigt. Aus seiner persönlichen Sicht ist die Arbeit beendet. Allerdings sei sie vom Innenarchitekten noch nicht abgenommen worden, betont er. Das bedeute, dass sich bis zur Wiedereröffnung des Hallenbads durchaus noch Änderungen ergeben könnten.

Offizielle Eröffnung am 24. November

Ganz fertig sind auch die übrigen auf der Baustelle beschäftigten Gewerke nicht. Noch wird geschnitten, geklebt, geschraubt und montiert. Viele Arbeiten laufen parallel. Die Beckenbauer kontrollieren die Schweissnähte, die Plattenleger stellen die Wände und Böden fertig. Lampen werden montiert, Möbel eingebaut und die Wasseraufbereitung installiert. Auch Heizungs- und Lüftungsmonteure sind nach wie mit Abschluss- und Kontrollarbeiten beschäftigt. Die Eröffnung des für 5,8 Millionen Franken umgebauten Hallenbads ist auf den Samstag, 25. November, festgesetzt. Der Anlass soll in Form eines Tages der offenen Tür gebührend gefeiert werden.