Oberstufe: Ja zum Kathi

Leserbrief zur Situation der Oberstufe Sproochbrugg Das Kathi in Wil ist als eine sehr gute Oberstufenschule anerkannt. Die Schülerinnen besuchen das Kathi gern und schwärmen auch später von dieser Ausbildung.

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Leserbrief zur Situation der Oberstufe Sproochbrugg

Das Kathi in Wil ist als eine sehr gute Oberstufenschule anerkannt. Die Schülerinnen besuchen das Kathi gern und schwärmen auch später von dieser Ausbildung. Die Schule vermittelt nicht nur Wissen, sondern bildet auch den Menschen. Die Lehrerschaft versteht es, Freude an der Schule zu wecken, die Grundhaltung in einer ökumenischen Offenheit – es werden Schüler aller Konfessionen aufgenommen – zu bilden und so die Schüler bestens auf das Leben vorzubereiten.

Eigene Oberstufe zu klein

Ich teile die Meinung, dass in geschlechtergetrennten Klassen auf die spezifischen Eigenheiten besser eingegangen werden kann. Begegnungsmöglichkeiten gibt es viele und diese würden auch gepflegt (siehe Flyer des Kathi). Ich würde es sehr schade finden, wenn der Besuch des Kathi nicht mehr möglich wäre. Eine eigene Oberstufe ist zu klein.

Mit rund 160 Schülern hätten wir eine Kleinschule mit den Schwierigkeiten von zu kleinen Klassen, höheren Betriebskosten und wenigen Wahlfächern.

Eigene Oberstufe zu risikoreich

Um die Klassengrössen bei Kleinschulen zu sichern, plant das Bildungsdepartement klassenübergreifende Niveaugruppen. Erfahrungen aus dem Kanton Zürich zeigen, dass damit auch das Schulniveau eher sinkt. Ein Klassengeist ist nicht mehr möglich.

Ob eine eigene Oberstufe dann auch wirklich im Schulhaus Züberwangen eingebaut wird oder ob doch noch ein eigener Standort gesucht werden müsste, brächte weitere unnötige und zeitaufwendige Auseinandersetzungen und höhere Kosten. Die eigene Oberstufe ist finanziell und organisatorisch ein zu grosses Risiko. Die Wahlmöglichkeit mit dem Kathi würde gestrichen – schade.

Unverständliche 4,27 Mio.

Die 50:50-Lösung ist ein Konstrukt, das mehr planerisch als mit Herz erarbeitet wurde. Ich erachte die Organisation zu kompliziert. Wir hatten seit 1976 mit der Sproochbrugg einen Vertrag, der 1993 erneuert wurde. Ich verstehe nicht, dass wir uns rückwirkend auf die Eröffnung von 1969 noch mit 4,27 Mio. einkaufen sollten. Immerhin konnte sich die Schule dank unseren Schülern zu einer optimalen Grösse entwickeln. Die Schulanlage stand der Gemeinde Niederhelfenschwil für ausserschulische Zwecke zur Verfügung.

In Zuzwil haben wir hiefür eigene Räume geschaffen.

Nur gewinnen

Bei einer Trennung von der Sproochbrugg ergäbe sich auch eine Kleinschule mit einigen Nachteilen. Leider kam die Stellungnahme des Bildungsdepartementes zu spät, um die anbegehrte gemeinsame Oberstufengemeinde zu behandeln und ausdiskutieren zu können. Sie wäre sinnvoll, jedoch mit der Möglichkeit, dass die Wahlmöglichkeit für das Kathi offen bleibt.

In einer guten, konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kathi könnten alle Schüler und die Lehrerschaft dieser gemeinsamen Oberstufe in der Sproochbrugg nur gewinnen. Um diese Verhandlungen zu ermöglichen, stimme ich für die Variante Kathi.

Hermann Fässler Säntisstrasse 8 9524 Zuzwil