Oberstufe – einen Schritt weiter

Im Frühjahr hat sich die Bevölkerung der Gemeinden Zuzwil und Niederhelfenschwil für eine gemeinsame Lösung der Oberstufenfrage am Standort Sproochbrugg ausgesprochen. Nun hat das Projektteam weitere Details ausgearbeitet.

Zita Meienhofer
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Lenggenwil. Im Juni dieses Jahres hat sich das Zuzwiler Stimmvolk an der Urne für eine gemeinsame Oberstufenlösung am Standort Sproochbrugg ausgesprochen. Dasselbe tat die Bürgerschaft von Niederhelfenschwil knapp einen Monat früher an einer aussergewöhnlichen Bürgerversammlung. Die Behörden sowie das Projektteam haben im Frühsommer einen klaren Auftrag in Empfang genommen und an diesem nun mit Moderator Hans Locher aus Kirchberg gearbeitet.

In der neusten Mitteilung der beiden Politischen Gemeinden sowie der involvierten Schulgemeinden wird über die weiteren – nun konkreten – Schritte informiert.

Systemvergleich erarbeiten

Das Projektteam präsentierte vor den Abstimmungen die «50:50-Lösung» als Modell für den Standort Sproochbrugg.

Die Niederhelfenschwiler erteilten an der Bürgerversammlung den Behörden zudem den Auftrag, die «50:50-Lösung» mit dem Modell «gemeinsame Oberstufenschulgemeinde» zu vergleichen. Zuzwil konnte nur über die Variante «50:50-Lösung» abstimmen und akzeptierte diese im Grundsatz. «Nun geht es darum, Systemvergleiche zu erarbeiten und vom Kanton die nötigen Informationen für das Modell <gemeinsame Oberstufenschulgemeinde> einzuholen», erklärt Lucas Keel, Gemeindepräsident von Niederhelfenschwil.

Hauptsächlich muss der finanzielle Aspekt – die neue Berechnung der Entschuldungsbeiträge – geklärt werden.

Wichtige Punkte geklärt

Im Weiteren hat das Projektteam zwei nicht unwichtige Entscheide gefällt. Es wird klar formuliert, dass nur noch die Modelle «50:50-Lösung» sowie die «gemeinsame Oberstufenschulgemeinde» zur Diskussion stehen und keine neue Varianten mehr ausgearbeitet werden.

Aus den Mitteilungen geht zudem hervor, dass auch über die Schulwahlfreiheit der Zuzwiler Schüler debattiert wurde. «Das Resultat der Abstimmung in Zuzwil hat zur Konsequenz, dass die bisherige Wahlfreiheit der Zuzwiler Oberstufenschülerinnen und -schüler mit der gemeinsamen Lösung mit der Sproochbrugg entfallen wird», schreibt das Projektteam. Und letztlich hat sich eine weitere Veränderung der verhandelnden Partner ergeben.

Die Zuständigkeit für Abstimmungen und Befragungen in Bezug auf die Organisation liegt neu beim Zuzwiler Gemeinderat – und nicht mehr beim Primarschulrat. In der Gemeinde Niederhelfenschwil bleibt die Federführung beim Oberstufenschulrat.

Abstimmung im Mai 2011

Wichtig ist vor allem, dass die Beschulung der Zuzwiler Oberstufenschüler für das Schuljahr 2011/2012 gesichert ist.

Die bisherige Praxis wird nun aufrechterhalten, das heisst, das die Zuzwiler Oberstufenschüler noch bis im Sommer 2012 wählen können, wo sie beschult werden wollen.

Wie geht es nun weiter? Bis im November soll ein Entwurf einer Gemeindeordnung für die gemeinsame Oberstufenschulgemeinde sowie erste Berechnungen für die Vereinigungsbeiträge vorliegen, sodass im Januar darüber informiert werden kann.

Ende März fällt die Bürgerschaft von Zuzwil den Beschluss über die Durchführung einer Urnenabstimmung und am 15. Mai 2011 soll diese Urnenabstimmung in beiden Gemeinden stattfinden. Roland Hardegger, Gemeindepräsident von Zuzwil, hofft, das sich alle involvierten Behörden für die gleiche Variante aussprechen werden. Dieser Hoffnung schliesst sich Niederhelfenschwils Gemeindepräsident an.