Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBERBÜREN: Steuerfuss sinkt auf 105 Prozent

Der Steuerfuss soll zum zweiten Mal in Folge sinken. Nach sieben Prozentpunkten im 2017 beantragt der Oberbürer Gemeinderat nun eine Reduktion um drei Punkte auf 105 Prozent. Das Budget 2018 rechnet mit einem Defizit von 320000 Franken.
Andrea Häusler
Oberbürens Gemeindepräsident Alexander Bommeli präsentierte gestern die Rechnung 2017, das Budget 2018 sowie die Gutachten und Anträge, die der Gemeinderat zuhanden der Bürgerversammlung verabschiedet hat. (Bild: Andrea Häusler)

Oberbürens Gemeindepräsident Alexander Bommeli präsentierte gestern die Rechnung 2017, das Budget 2018 sowie die Gutachten und Anträge, die der Gemeinderat zuhanden der Bürgerversammlung verabschiedet hat. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Der positive Rechnungsabschluss, den die Gemeinde Oberbüren per Ende 2017 vorlegt, ist ausschliesslich auf Baulandverkäufe zurückzuführen. Ohne diese ausserordentlichen Erträge wäre ein Defizit von 175000 Franken ausgewiesen worden. Stattdessen präsentiert die Gemeinde einen Überschuss von 5,5 Mio. Franken. Dies entspricht einer Besserstellung von 5,9 Mio. Franken gegenüber dem Voranschlag 2017. Wobei Gemeindepräsident Alexander Bommeli einschränkend anmerkt, dass es sich beim Erlös aus den Grundstückverkäufen um Buchgewinne handle, also eine Umlagerung der Liegenschaften vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen.

Steuerfusssenkung um drei Prozentpunkte

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden, die den guten Abschluss auf höhere Steuereinnahmen zurückführen, blieb der Steuerabschluss in Oberbüren unter den Erwartungen. Gesamthaft gesehen schliesst die Abrechnung mit 12765500 Franken um rund 562000 Franken schlechter ab als budgetiert. Bei der Einkommens- und Vermögenssteuerung betrug die Minusabweichung 223000 Franken oder 2,5 Prozent. Alexander Bommeli begründet diese mit tieferen Nachzahlungen aus den Vorjahren. Übertroffen wurden die Prognosen einzig bei den Steuern juristischer Personen und den Handänderungssteuern.

Vorbehältlich der Zustimmung der Bürgerschaft will der Gemeinderat den Ertragsüberschuss für zusätzliche Abschreibungen verwenden. Die im vergangenen Jahr sanierte Oberhusstrasse sowie die Dorfstrasse in Niederwil sollen zusätzlich mit 881000 Franken abgeschrieben werden. Knapp 4,6 Mio. Franken sollen dem Eigenkapital zugewiesen werden, dass damit auf gut 15,4 Mio. Franken steigt. Ein wichtiges Polster angesichts der bevorstehenden Investitionen, machte Alexander Bommeli klar. Umso mehr, als die Steuerkraft je Einwohner mit 2391 Franken unter dem des Vorjahres (2452 Franken) liegt, was ein Abrutschen im Rating der 77 St. Galler Gemeinden vom 19. auf den 25. Rang bedeutet. «Die Differenz zwischen Steuerkraft und -fuss nimmt zu. Dem gilt es Rechnung zu tragen», sagte Bommeli.

Das Budget für das laufende Jahr basiert auf einem Steuerfuss von 105 Prozent. Die Steuerfusssenkung um drei Prozentpunkte bezeichnet Bommeli als vertretbar und angebracht. Das veranschlagte Defizit beläuft sich auf 320000 Franken. Auch aufgrund des Finanzbedarfs der Schule, der knapp 300000 Franken über jenem des Vorjahres liegt.

Weitere Investitionen ins Strassennetz

Gemäss der Finanzplanung 2018-2022 muss bei einem Steuerfuss von 105 Prozent mit Defiziten von 320000 bis 1,23 Mio. Franken gerechnet werden, die jedoch, laut Prognose, aus dem Eigenkapital gedeckt werden können. Ende 2022 betrüge das Eigenkapital noch rund 11,4 Mio. Franken.

In den nächsten vier Jahren will Oberbüren 8,45 Mio. Franken investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf der Sanierung des Strassennetzes. Knapp 7 Mio. Franken sind dafür in der vorliegenden Investitionsplanung enthalten. Für die späteren Jahre rechnet der Gemeinderat mit einem neuerlichen Bedarf von rund 3 Mio. Franken.

Elektra und Abwasser

Die Rechnung der Elektra schliesst mit einem Überschuss von 579325 Franken ab. Die Investitionen von 1,26 Mio. Franken wurden direkt abgeschrieben. Die Reserven betragen damit per Ende 2017 rund 1,38 Mio. Franken. Bei der Spezialfinanzierung Abwasser konnten netto 686492 Franken in die Reserve gelegt werden. Dies steigt dadurch auf 4,6 Mio. Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.