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OBERBÜREN: Schulhausplatz wird zur Eisbahn auf Zeit

Am Montagnachmittag geht es los. Dann wird auf dem Hartplatz des Oberstufenzentrums Thurzelg eine temporäre Eisbahn eröffnet. Für die nötige Eisdecke sorgen der Schulratspräsident, der Schulleiter, die Feuerwehr und die frostigen Temperaturen.
Andrea Häusler
Im Abstand von jeweils zwei Stunden wird die 450 Quadratmeter grosse Fläche gewässert. Eine Aufgabe, die Schulsratspräsident Marco Frauchiger und Schulleiter Fredy Bühler übernommen haben. (Bild: Andrea Häusler)

Im Abstand von jeweils zwei Stunden wird die 450 Quadratmeter grosse Fläche gewässert. Eine Aufgabe, die Schulsratspräsident Marco Frauchiger und Schulleiter Fredy Bühler übernommen haben. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

«Wir haben öfter verrückte Ideen», sagt Marco Frauchiger, Präsident der Oberstufenschulgemeinde Oberbüren-Niederwil-Niederbüren und lacht herzhaft. Quasi über Nacht umgesetzt würden hingegen die wenigsten. Diese schon: «Wir haben tatsächlich erst am Donnerstag definitiv entschieden.» So cool die Idee ist, einfach umsetzbar sei sie nicht, bekennt Frauchiger.

Die erste grössere Herausforderung hielt die Beschaffenheit des schwarzen Hartbelags bereit. Auf diesem Eis aufzubreiten, war unmöglich. Plastikfolie musste her. Aber keine durchsichtige: der Lichtreflexion wegen. Die Idee, den Boden mit weisser Siloballenfolie abzudecken, stamme vom Maler, den man um Abdeckplastik angefragt habe, erzählt Schulleiter Fredy Bühler. Wie gut die Lösung ist, habe sich bereits beim Auslegen des Materials gezeigt.

Wässern im Zweistundentakt

Seit gestern wird nun die 450 Quadratmeter grosse, mit Holzdielen umrandete Fläche östlich des Oberstufenschulhauses mit Wasser bespritzt: regelmässig im Zweistundentakt. Die Feuerwehr unter dem Kommando von Dieter Zimmermann hatte hierfür Schlauchmaterial und Handwasserwerfer zur Verfügung gestellt. «Mit Gartenschläuchen wären wir nicht weit gekommen», sagt Marco Frauchiger, während er mit klammen Fingern am Hy­dranten neben dem Hartplatz hantiert. Ein eisiger Wind peitscht über den Platz,lässt die rot-weissen Absperrbänder flattern. Gleichzeitig versucht Fredy Bühler nebenan, zwei Feuerwehrschläuche zusammenzufügen: ein schwieriges Unterfangen. Die Nässe zwischen den Verbindungen ist zu Eis gefroren.

Rund acht Millimeter betrug die Eisdecke gestern Abend, einige Zentimeter dick soll sie bis zur Eröffnung der Thurzelg-Eisbahn werden. Fredy Bühler und Marco Frauchiger sind überzeugt, dass dies gelingen wird. Und bereit, alles dafür zu tun – das heisst, auch während der Nacht für eine kontinuierliche Eisbildung zu sorgen. «Wir wechseln uns ab», sagt Frauchiger. Und, dank der Flutlichtanlage, müsse ja nicht blind gespritzt werden.

Zwar wird das Eis bereits am Montagnachmittag, ab 15 Uhr, freigegeben, doch findet die offizielle Eröffnung erst am Abend statt. Um 18 Uhr soll eine kleine Feier mit Punsch- und Jägertee-Ausschank durchgeführt werden, sagt Marco Frauchiger. Ferner seien ein Eishockeymatch und eine Eis-Disco geplant. Das Programm werde laufend ergänzt. «Was zu welcher Zeit stattfindet, ist jeweils ab dem Mittag auf den Homepages der politischen Gemeinde Oberbüren und des OZ Thurzelg einsehbar.»

Zugänglich für die ganze Öffentlichkeit

Es mache riesigen Spass, etwas für die Dorfbevölkerung auf die Beine zu stellen, sind sich Marco Frauchiger und Fredy Bühler einig. Sie betonen jedoch, dass auf der Thurzelg-Eisbahn jeder willkommen sei, egal ob Oberbürer oder nicht. Fürs freie Eislaufen steht das Eisfeld werktags von 15 bis um 20.30 Uhr und samstags ab 10 Uhr zur Verfügung.

Wie lange der Eisbahnbetrieb aufrechterhalten bleibt, ist nicht festgelegt. «Wir gehen einmal von einer Woche aus», sagt Fredy Bühler, ergänzt aber lachend: «Die Holzdielen der Umrandung sind bis zum August gemietet.»

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