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OBERBÜREN: Ruhebänke gelten als Visitenkarte

Gemeindepräsident Alexander Bommeli sucht den Kontakt zu den Bürgern. Die Senioren nutzten die Gelegenheit und stellten an einem hierfür inszenierten Anlass viele Fragen. Auch Kritik wurde laut.
Philipp Stutz
Gemeindepräsident Alexander Bommeli im Gespräch mit Mathilde Zogg und Ursula Metzger, Leiterinnen der Seniorenbetreuung. (Bild: Philipp Stutz)

Gemeindepräsident Alexander Bommeli im Gespräch mit Mathilde Zogg und Ursula Metzger, Leiterinnen der Seniorenbetreuung. (Bild: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

«Ich verstehe nicht, weshalb die Autobahnausfahrten und die Augartenkreuzung mit Lichtsignalen gestaltet werden sollen», sagte einer der Senioren im bis zum letzten Platz besetzten Pfarreiheim Wiblen. Kreisel sind seiner Ansicht nach die bessere Variante. Schon jetzt sei zuweilen ein starker Rückstau auf der Autobahn-Zufahrt zu verzeichnen. «Gemeinden sollten mehr Einfluss nehmen können», forderte ein anderer Votant und regte an, eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Seniorinnen und Senioren treffen sich jeden zweiten Dienstag im Monat zu einem gemütlichen Nachmittag mit Jassen und Spielen. Zu Beginn des Jahres ist jeweils der Gemeindepräsident zu Gast. Eine gute Gelegenheit für ihn, den Puls der älteren Bevölkerung zu spüren. «Wir sind primär an einer Verbesserung der Verkehrssituation an der Autobahneinfahrt interessiert», entgegnete Gemeindepräsident Alexander Bommeli. Parallel zum kantonalen Vorhaben werde ein kommunales Projekt ausgearbeitet. «Wir wollen wissen, wohin der Verkehr beziehungsweise Stau geleitet wird.»

Auch der neue Einlenker beim Dorfeingang in Niederwil stiess auf Kritik. «Busfahrer schütteln ob dieser baulichen Massnahmen den Kopf», ärgerte sich ein Diskussionsteilnehmer. Sie hätten zum Ziel, die Geschwindigkeit zu reduzieren und besonders den Langsamverkehr zu verbessern, sagte der Gemeindepräsident. Er zeigte aber auch gewisses Verständnis für die kritischen Anmerkungen.

Die Poststelle stärker frequentieren

Oberbüren will sich als familienfreundliche Gemeinde präsentieren und die Idee einer Kindertagesstätte (Kita) prüfen. Es soll abgeklärt werden, ob dieses Vorhaben einem Bedürfnis entspricht. Dafür soll ein Betrag ins Budget aufgenommen werden. Auch dieses Anliegen stiess nicht bei allen Versammlungsteilnehmern auf Gegenliebe.

Zivilstandsnachrichten veröffentlichen

Die Poststelle in Oberbüren war von der Schliessung bedroht. Nun wird sie bis mindestens 2020 weitergeführt. «Dann wird die Situation neu beurteilt», betonte Bommeli. Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Privatpersonen müssten sensibilisiert werden, die Dienstleistungen der Post weiter in Anspruch zu nehmen, wurde angeregt.

Dass Zivilstandsnachrichten nicht mehr im Gemeindemitteilungsblatt veröffentlicht werden sollen, hat laut dem Gemeindepräsidenten rechtliche Gründe. «Diese Massnahme ist unverständlich», meinte ein Votant. «Da reden alle von einer drohenden Anonymisierung der Gesellschaft, und dann so etwas Unverständliches.» Spontaner Applaus begleitete diese Aussage.

Ruhebänke seien eine Art Aushängeschild der Gemeinde, meinte ein Senior. Doch viele dieser Sitzgelegenheiten befänden sich in schlechtem Zustand. Sie müssten «flächendeckend» saniert werden, forderte er.

Gemeindepräsident Alexander Bommeli gab erschöpfend Auskunft. Er konnte auch Positives berichten. So wurde der Steuerfuss im vergangenen Jahr erneut auf nunmehr 108 Prozentpunkte gesenkt – einer der Spitzenwerte in der Region. «Die 1200-Jahr-Feier ist ein grossartiges Fest gewesen», erinnerte sich das Gemeindeoberhaupt. Oberbüren zähle mittlerweile 4300 Einwohner und verfüge über zahlreiche Arbeitsplätze. Dass sich mehrere Deponieprojekte auf das Gemeindegebiet konzentrieren, sei weniger erfreulich. Im Weiteren werde eine engere Zusammenarbeit der Spitex-Vereine überprüft. Die Nachfrage nach deren Dienstleistungen sei gross. So zählt der Spitex-Verein Wil-Land 30 Mitarbeitende, Tendenz steigend.

Der Gemeinderat beschäftige sich mit der kommunalen Richtplanung, gab Alexander Bommeli bekannt. Im Areal Bürerfeld stehe die Resterschliessung des Industriegebiets bevor. An der Bürgerversammlung hat der Souverän unter anderem zur Erweiterung des regionalen Alters- und Pflegeheims Sonnmatt in Niederuzwil Stellung zu nehmen.

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