OBERBÜREN: Oberbüren senkt den Steuerfuss

Das Bürerfeld kann erschlossen und das Seniorenzentrum Uzwil ausgebaut werden. Ebenfalls genehmigten die Stimmberechtigten die Rechnung 2017 und das Budget 2018. Der Steuerfuss wird um drei auf 105 Steuerprozente gesenkt.

Zita Meienhofer
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146 Stimmberechtigte (4,8 Prozent) nahmen an der Bürgerversammlung der Gemeinde Oberbüren teil. (Bild: Zita Meienhofer)

146 Stimmberechtigte (4,8 Prozent) nahmen an der Bürgerversammlung der Gemeinde Oberbüren teil. (Bild: Zita Meienhofer)

Der Oberbürer Gemeinderat scheint die Bürgerschaft von seinen Vorhaben überzeugt zu haben. Die 146 der insgesamt 3029 Stimmberechtigten der Gemeinde Oberbüren – das sind 4,8 Prozent – zeigten sich einverstanden mit den traktandierten Geschäften an der Bürgerversammlung. Die Rechnung 2017, die mit einem Plus von 5,4 Millionen Franken statt eines Minus von 476000 Franken abschliesst, wurde gutgeheissen. Ebenso das Budget 2018, bei dem mit einem Defizit von 320000 Franken gerechnet wird. Mit dieser Zustimmung wird sich der Steuerfuss um drei Prozente auf 105 reduzieren. Zudem kann nun die Kita realisiert werden, können Strassen saniert und kann das Bürerfeld erschlossen werden. Über diese Erschliessung hatte die Bürgerschaft in einem eigenen Traktandum zu entscheiden. Mit einzelnen Gegenstimmen, jedoch ohne Wortmeldung, wurde einem Kredit von 945000 Franken zugestimmt.

Oberbürer sagen Ja zum Ausbau des «Sonnmatt»

Zudem hatte auch Oberbüren – nach Uzwil und Oberuzwil – über die Erweiterung des Seniorenzentrums am Standort Niederuzwil zu befinden. Zum Zweckverband Sonnmatt Uzwil gehören die Gemeinden Oberuzwil, Uzwil und Oberbüren. Dem 46,5-Millionen-Kredit wurde ohne Gegenstimme und Wortmeldung zugestimmt. «Somit ist der Pflegeauftrag wieder für eine Generation gesichert und demente Menschen können betreut und Angehörige entlastet werden», sagte Oberbürens Gemeindepräsident Alexander Bommeli. Der Weg zum Ausbau war bereits am 4. März geebnet. Denn für das Zustandekommen eines Verbandsbeschlusses genügt es, wenn zwei Gemeinden zustimmen, welche die Mehrheit der Einwohner des Verbandsgebiets vertreten. Der Zweckverband tat jedoch kund, dass der Entscheid, den die Stimmbürgerschaft Oberbürens trifft, gleichwohl wichtig sei – auch wenn Investitionen und der Betrieb vom Zweckverband ohne Steuermittel finanziert werden.

Fragen zu Strassen, Einlenker und Kiesabbau

In der Allgemeinen Umfrage nahmen die Oberbürer die Gelegenheit war, darauf hinzuweisen, worauf bei künftigen Projekten geachtet werden muss. In den kommenden Jahren wird die Billwilerstrasse saniert. Ein Votant machte darauf aufmerksam, dass es auf der Strasse von Billwil bis zur Brücke sehr schmal sei und deshalb vor der Brücke eine Ausweichmöglichkeit realisiert werden müsse.

Der Einlenker in die Fürstenlandstrasse in Niederwil überzeugt nicht, das Projekt wird nun angepasst. Ein Niederwiler brachte vor, dass ebenfalls die Beleuchtung versetzt werden müsse, da sich diese im Blickfeld des Autofahrers befinde. Bommeli versicherte, dass das Augenmerk auch auf die Ausleuchtung gelegt werde.

Auch der von der Firma Holcim AG geplante Kiesabbau in Niederwil war ein Thema. Gemäss eines Votanten soll Holcim weiteres Land gesichert haben. Alexander Bommeli wies darauf hin, dass es beim aktuellen Projekt um den Abbau auf dem bisherigen Grundstück gehe. Er machte zudem deutlich, dass der Gemeinderat nicht erfreut sei über dieses Vorhaben. Die Firma Holcim habe aber das Recht auf ein ordentlich durchgeführtes Verfahren.