Oberbüren
Klärbecken der ARA Rüteli sollen zum Regenfangbecken werden

Die nur noch als Pumpwerk genutzte ARA Rüteli in Oberbüren soll für 1,53 Millionen Franken umgebaut werden. Über ein entsprechendes Projekt wird am 11. April an der Urne abgestimmt.

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Die stillgelegte ARA soll umgebaut und das Betriebsgebäude abgebrochen werden.

Die stillgelegte ARA soll umgebaut und das Betriebsgebäude abgebrochen werden.

Bild: Andrea Häusler

(gk/red) Die Kläranlage Rüteli wurde im Jahr 2009 ausser Betrieb genommen. Die teilweise zurückgebaute Anlage mit dem unter dem alten Betriebsgebäude liegenden Regenbecken wird seither als Pumpwerk benützt. Dieses führt das Oberbürer Abwasser der Kläranlage Niederbüren zur Reinigung zu.

Der Betrieb funktioniert bei Trockenwetter gut. Fällt hingegen mehr Wasser an, als die Pumpen weiterfördern können, gelangt der Mehrzufluss ins Regenbecken, wo das Abwasser vorgeklärt und schliesslich über einen Kanal in den Dorfbach geleitet wird.

Was ist das Ziel, was wird gemacht?

Im Rahmen eines Vorprojekts zeigte sich, dass die Erweiterung des Speichervolumens auf dem Areal der Anlage Rüteli und damit auch die Erhöhung der Zulaufmenge zu massiven Verbesserungen für den Dorfbach führt. Um dieses zu erreichen, sollen die bisher ungenutzten Nachklärbecken entsprechend dem neuen Verwendungszweck zu Verbundbecken (Fang- und Durchlaufbecken) umgebaut werden.

Massgebend für die Ausarbeitung des Bauprojekts waren die hydraulischen Gegebenheiten, das heisst, die zu erwartenden Abwassermengen. Derzeit beträgt der maximale Zufluss zur Anlage ca. 300 Liter pro Sekunde. Zuflüsse, welche diesen Wert übersteigen, werden beim Regenüberlauf Rüteli direkt in den Dorfbach geleitet.

Stimmt die Bevölkerung dem vorliegenden Sanierungsprojekt am 11. April an der Urne zu und spricht den nötigen Kredit von 1,53 Millionen Franken, wird fast die dreifache Menge auf die Anlage Rüteli gelangen. So, dass die grösste Abwassermenge im Fang- und in den Durchlaufbecken vorgeklärt werden kann und somit der Regenüberlauf weniger Abwasser in den Dorfbach entlastet.

Künftiger Betrieb

Nach Ausführung des Sanierungsprojekts wird, wenn grössere Abwassermengen anfallen, zuerst das neue Fangbecken beschickt. Ist dieses voll, wird ein sogenannter Zuflussschütz geschlossen. Der Absperrschütz der beiden neuen Regenbecken öffnet sich und die beiden Becken laufen nacheinander voll. Zum Pumpwerk entleert werden sie erst dann, wenn der Zufluss aus dem Kanalisationsnetz die Grössenordnung der Trockenwettermenge erreicht hat.

Realisierung in Etappen

Damit die heutige Anlage möglichst ohne Einschränkungen in Betrieb bleiben kann, ist die Umsetzung des Projekts in Etappen vorgesehen. Mit Baubeginn im kommenden August im optimalen Fall, werden zunächst die Nachklärbecken und Durchlaufbecken umgebaut und das Betriebsgebäude abgebrochen.

In einem zweiten Schritt sollen der Zulaufkanal, das Einlaufbauwerk sowie der Zulaufkanal zum Fangbecken sowie der Regenüberlauf Rüteli gebaut werden. Nach der Inbetriebnahme im Herbst 2022 sollen die Umgebungsarbeiten umgesetzt werden.

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