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OBERBÜREN: Fall Pierin Vincenz beschäftigt

Die Raiffeisenbank Regio Uzwil machte in den vergangenen Wochen schwere Zeiten durch. Die Verdächtigungen gegenüber dem früheren Raiffeisen-Chef waren an der Generalversammlung zentrales Thema.
Christof Lampart
Bankleiter Aldo Kopp mit Regula Elsener, die auch in diesem Jahr die Generalversammlung moderierte. (Bilder: Christof Lampart)

Bankleiter Aldo Kopp mit Regula Elsener, die auch in diesem Jahr die Generalversammlung moderierte. (Bilder: Christof Lampart)

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Auch an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Regio Uzwil, welche am Freitagabend im Oberstufenzentrum Thurzelg in Oberbüren durchgeführt wurde und zeitgleich an die vier weiteren Standorte Uzwil, Nieder­uzwil, Niederbüren und Schwarzenbach übertragen wurde, ist deutlich geworden, dass trotz perfekter Organisation, guter Unterhaltung, feinem Essen und hervorragenden Zahlen seit dem Fall Pierin Vincenz in der Raiffeisenfamilie vieles nicht mehr so ist, wie es vor wenigen Wochen noch war.

Ein Verrat an den Raiffeisen-Idealen

Dies weiss auch der Präsident des Verwaltungsrates, Christof Oswald, und kam deshalb als erstes darauf zu sprechen, was die Bank im Fall Pierin Vincenz bewegt. Der Fall sei für ihn umso unverständlicher, als dass Pierin Vincenz mit seiner «unumstrittenen hohen Fachkompetenz und guten rhetorischen Fähigkeiten» stets als «Vorzeige-Raiffeiseler» gegolten habe. Heute müsse man jedoch feststellen, dass Vincenz in seinem «ganzen Umfeld» mit «grosser Wahrscheinlichkeit» von einem «zu hohen Vertrauensverhältnis profitiert» habe, räumte Oswald ein.

«Die Festnahme von Pierin Vincenz hat bei mir und vielen Raiffeiselern zuerst eine grosse Enttäuschung ausgelöst – und dann ein Stück mehr als nur das. Die Frage, die sich mir stellte, war: Gehört auch er zum Kreis der unglaublich geldgierigen Manager, die sich kompromisslos bereichern und alles andere als ein Vorbild sind?», sagte Christof Oswald. Die strafrechtlichen Konsequenzen müsse man jetzt abwarten. Doch das schlechte Gefühl, dass sich bei vielen Mitgliedern der Raiffeisengruppe nun eingestellt habe, sei jenes, ob es sich hier «um einen Verrat der Raiffeisenprinzipien eines ehemaligen Vorzeige-Raiffeiseler» handle.

Keine negativen Reaktionen

Zugleich zeigte sich Oswald jedoch auch kämpferisch. Die Raiffeisenbank Regio Uzwil sei nicht mit Raiffeisen Schweiz identisch. Er sei froh, dass dies auch die Mitglieder verstünden und das Tun der Lokalbank zwar kritisch hinterfragten, diese jedoch nicht mit einer Kündigung der Mitgliedschaft abstraften. Es seien mit vielen Kundinnen und Kunden Gespräche geführt worden, doch die negativen Reaktionen seien ausgeblieben.

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