Oberbüren bleibt Standort

OBERBÜREN. Bühler hat die Aktienmehrheit der Bühler Thermal Processes AG an die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Cross verkauft. Für die 75 Mitarbeitenden hat dies keine Folgen: Sie behalten ihren Job und arbeiten weiter in Oberbüren.

Urs Bänziger
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Gemeindepräsident Andrea Taverna hat es durch die Zeitung erfahren, dass die Bühler Thermal Processes AG (BPAG) verkauft worden ist. «Ich hoffe, dass durch die Übernahme der Standort Oberbüren nicht gefährdet ist», sagt Taverna. Das Unternehmen sei mit den 75 Mitarbeitenden und den hochwertigen Arbeitsplätzen ein bedeutender Arbeitgeber in der Gemeinde. «Der Gemeinderat hat sich sehr darüber gefreut, dass die Bühler Thermal Processes AG im letzten Herbst von Uzwil nach Oberbüren gezogen ist und sich im neuen Landi-Gebäude eingemietet hat.»

Bühler bleibt beteiligt

Bühler hat die Mehrheit des im vergangenen Oktober in eine eigene Gesellschaft ausgelagerten Geschäftsbereichs Thermal Processes an das Schweizer Beteiligungsunternehmen Cross verkauft. Der neue Mehrheitsaktionär übernimmt das Managementteam und sämtliche Mitarbeitende des Unternehmens in Oberbüren. Bühler bleibe ihm durch eine Minderheitsbeteiligung verbunden, heisst es in einer Mitteilung des Uzwiler Konzerns.

Schon bevor die Übernahme am Donnerstag bekannt gegeben wurde, hat die Oberbürer Behörde mit dem in der Gemeinde neu angesiedelten Unternehmen einen Besuchstermin vereinbart. «Der Gemeinderat wird im Herbst die Bühler Thermal Processes AG besuchen. Es wäre schön, wenn uns bei diesem Besuch oder schon vorher die Firmenleitung versichert, dass sie in Oberbüren bleiben», sagt Taverna. Platz, um zu expandieren, sei im Landi-Gebäude vorhanden.

Besser für Weiterentwicklung

Der Uzwiler Konzern ist der Überzeugung, dass die Bühler Thermal Processes AG ihr Wachstumspotenzial als eigenständiges Unternehmen noch besser realisieren kann. Der neue Mehrheitsaktionär Cross werde das Unternehmen durch sein industrielles Know-how und seine internationalen Kontakte in der langfristigen Entwicklung unterstützen, heisst es in der Mitteilung.

Der langjährige Geschäftsleiter der Bühler Thermal Processes AG, Martin Müller, teilt diese Meinung. «Bisher waren wir ein kleiner Bereich in einem grossen Unternehmen. Durch die Übernahme werden die Strukturen schlanker und die Entscheidungswege kürzer», sagt Müller. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung seien vorhanden. Deshalb werden er und der Rest des Managementteams weiter für die BPAG tätig sein. «Mit der Mehrheitsbeteiligung durch die Cross Equity Partners AG ist eine Lösung gefunden worden, mit der ich den Fortbestand verantworten kann», sagt Müller.

Damit meint er einerseits den neuen Verwaltungsrat, in dem nun «drei ausgewiesene Fachleute» sitzen, anderseits auch den Standort. «Der neue Eigentümer hat uns kommuniziert, dass die BPAG in Oberbüren bleiben wird. Zumal Cross als Beteiligungsunternehmen keine eigenen Standorte hat.»

Verbrauch von PET ist steigend

Martin Müller ist seit 2000 Geschäftsleiter. In dieser Zeit ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. «Die BPAG hat heute einen Marktanteil von über 70 Prozent.» Zwar werde das Wachstum in nächster Zeit nicht mehr so gross sein wie in den Vorjahren, aber weltweit sei der Verbrauch von PET noch immer steigend. Müller: «Solange die Nachfrage steigend ist, hat unser Unternehmen gute Voraussetzungen, sich erfolgreich weiterzuentwickeln.»

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