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Nun will ein Verein will das Textilmuseum in Niederbüren retten

Für die Erhaltung und den Betrieb des Textilmuseums Niederbüren soll ein Verein gegründet werden. Sechs Engagierte nehmen die Sache mit grosser Motivation in die Hand.
Annina Quast

Der Betrieb des Textilmuseums Niederbüren steht im Umbruch. Ob die Gemeinde das Gebäude der ehemaligen Textilfabrik erwerben wird oder ob die Firma Georgii in der Verwertung ihrer Liegenschaft wieder frei sein wird, zeigt sich an der Abstimmung vom 25. November. Die Gemeinde will den Betrieb und den Unterhalt im Falle eines Erwerbs an einen Verein übergeben. Dieser ist nun in der Entstehungsphase. Wichtig ist den Vereinsmitgliedern dabei, dass die Trennung zwischen Gebäudeeigentum und Betrieb/Unterhalt klar kommuniziert wird.

Das Textilmuseum gewährt einen Einblick in die Arbeitswelt der Textilindustrie von damals und heute. Der ehemalige Zetag-Direktor Gottlob Lutz sammelte Textilmaschinen und Geräte aus der Zeit um 1850 bis in die Gegenwart. Dieses Inventar sowie die Geschichte der Region zu bewahren, gehört zu den Zielen des künftigen Vereins «Textilmuseum Sorntal, Niederbüren».

Breites Publikum erreichen

Daniela Bieri, Michael Huber, Werner Koller, Alfred Torgler, Gottlob Lutz und Richard Holenstein bilden das Rückgrat des jungen Vereins. «Unsere Motivation gründet auf dem Interesse zur Erhaltung und Zugänglichkeit dieses kulturellen Gutes», sagt Richard Holenstein.

Zu den Hauptanliegen des Vereins zählt nebst der Erhaltung auch die Bekanntmachung. Eine neue Website soll der erste Schritt sein, um ein breites Publikum zu erreichen. Zurzeit läuft der Aufbau des Vereins auf Hochtouren, bereits in der nächsten Sitzung will man die Vereinsstrukturen erarbeiten.

Die jährlichen Unterhalts- und Betriebskosten sollen mit den Mitglieder- und Gönnerbeiträgen, dem Vereinsvermögen, den freiwilligen Zuwendungen sowie mit dem Erlös der vereinseigenen Museumsführungen und Veranstaltungen finanziert werden.

Museumskauf droht Referendum

«Jeder Interessierte ist im Verein herzlich willkommen», sagt Holenstein. Ob man nun kulturpflege- oder technikinteressiert sei oder ganz einfach Freude an kulturellen Einrichtungen habe, spiele keine Rolle. «Uns ist es wichtig, dass die Leute merken, dass sich jemand für das Museum einsetzt und dass der Erhalt wertvoll ist», sagt Holenstein. «Wir hoffen natürlich auf den Erwerb des Gebäudes durch die politische Gemeinde Niederbüren.»

Nach den Verhandlungen zwischen der Eigentümerfirma Georgii aus Sindelfingen und der Gemeinde Niederbüren über einen Preis von 430000 Franken, wurde mit 253 Stimmen ein Referendum gegen den Kauf der Liegenschaft durch die politische Gemeinde eingereicht.
Das Hauptargument der Referenden ist laut Holenstein die Auffassung, dass es nicht in den Aufgabenbereich einer Gemeinde gehöre, eine kulturelle Einrichtung wie ein Museum, zu kaufen. «Mit der Gründung des Vereins wollen wir den Referenden und der Bevölkerung aber keinesfalls eins auswischen. Es geht lediglich darum, aufzuzeigen, wie es mit dem Textilmuseum weitergehen könnte.»

Zusätzlich besteht die verbindliche Zusage, dass nach einer Liegenschaftsübertragung an die Gemeinde Niederbüren, das gesamte Museumsgut kostenlos an den neuen Museumsverein abgetreten wird.
Dass der Verein gegründet wird, ist trotz Abstimmung am 25. November beschlossene Sache. Am 23. August wird es offiziell: Die Gründungsversammlung findet im Textilmuseum statt. Zu diesem Anlass sind alle Interessierten eingeladen. Es werden Anmeldetalons für Mitglieder, Gönner oder freiwillige Zuwender aufliegen.

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