Nun kann ein Gabelstapler rein

Das neue Feuerwehrdepot mit angegliedertem Werkhof in Sirnach ist fertig erstellt. Die Feuerwehr ist bereits eingezogen, der Werkhof zügelt derzeit. Die Politische Gemeinde kann den Kredit über brutto 5,95 Millionen Franken einhalten.

Philipp Haag
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Genügend Platz: Der Sirnacher Werkhofchef Karl Brunschwiler plaziert eine Palette auf dem Hochregal-Lager. (Bilder: Nana do Carmo)

Genügend Platz: Der Sirnacher Werkhofchef Karl Brunschwiler plaziert eine Palette auf dem Hochregal-Lager. (Bilder: Nana do Carmo)

SIRNACH. Lange hat es gedauert, bis das neue Feuerwehrdepot mit angegliedertem Werkhof in Sirnach gebaut werden konnte. Einsprachen bis vor Bundesgericht verzögerten den Baustart um zwei Jahre. Doch nun, nach einer Bauzeit von elf Monaten, steht das Gebäude. Schmuck sieht es aus, kubisch, in freundlichen hellen Farben gehalten und mit plexiverglasten Rolltoren gegen die Kettstrasse hin. Und eines dieser riesigen Rolltore öffnet sich, als Karl Brunschwiler mit seinem roten Pick-up einfährt. Brunschwiler, seit sechs Jahren Werkhofleiter und so etwas wie der Hausherr, gefällt seine neue Heimat. Es sei kein Vergleich zum alten Standort im «Flurhof» mit den engen, tiefen und dunklen Räumen.

«Jetzt haben wir sogar ein eigenes WC», sagt Brunschwiler mit einem Augenzwinkern. Im Flurhof mussten die Werkhofmitarbeiter die Toilette des Jugendtreffs mitbenutzen. Auch wenn ein eigenes Klo etwas für sich hat, wichtiger sind Brunschwiler die grosszügig gehaltenen und auf die Bedürfnisse des Werkhofs abgestimmten Räume mit genügend Stauraum. Als zweckmässig bezeichnet er die neue Raumsituation. «Es ist schon fast ein Vergnügen zu arbeiten», meint er. Brunschwiler ist denn auch «happy» über den neuen Werkhof.

Material lagert in der Höhe

Als Beispiel zieht er das Hochregallager heran, das in der Einstellhalle angebracht ist. Brunschwiler hat genügend Platz, es mit einem Gabelstapler zu bedienen. Dieser kommt auch zum Einsatz, wenn er Material, das einen Gross- teil des Jahres über gelagert wird, auf der gegenüberliegenden Lagerbühne abstellt. Neben der Einstellhalle ist eine Werkstatt eingerichtet, dahinter ein explosionsge- schützter Raum für die Betriebsmittel, ein Büro, ein Aufenthaltsraum, die Garderoben sowie die Toiletten. Abgetrennt vom Werkhof, aber durch eine dicke Glastüre erreichbar, ist das Feuerwehrdepot. Eine riesige Einstellhalle für die Fahrzeuge plus die Geräte und das Material sowie eine integrierte Kommandozentrale beherrschen den Gebäudeteil, im Hintergrund sind ein Raum für die Atemschutzgeräte sowie die Toiletten und die Garderoben für die 90 Feuerwehrleute eingerichtet. Hinter dem Gebäude, gegen den Fussballplatz hin, befindet sich der öffentliche Teil. Erreichbar sind der Mehrzweckraum mit Küche, der Theoriesaal und der Samariterraum über einen Längsgang. Vom Fussballplatz aus gut sichtbar ist das Salzsilo. Die thermische Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und die Photovoltaikanlage für den Strombedarf im Gebäude sind erstellt.

KEV-Zusage fehlt noch

Auf dem Dach noch nicht installiert ist die Photovoltaikanlage für die Solarstromvermarktung. Gemäss Baukommissionspräsident Pascal Stocker ist die Zusage für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) noch nicht ein- getroffen. Sobald diese vorliegt, wird die Anlage gebaut. Stocker ist mit dem Verlauf der Bauarbeiten zufrieden. «Wir sind gut im Zeitplan.» Erfreulich zeigt sich auch die finanzielle Aussicht. «Nach heutigem Stand können wir den Kredit einhalten», sagt Stocker. Den brutto 5,95 Millionen Franken, 420 000 Franken steuert die Gebäudeversicherung bei, hatten die Stimmberechtigten 2008 zugestimmt. Am 12. Mai werden das neue Feuerwehrdepot und der Werkhof eingeweiht (siehe Box). Bis dahin muss Brunschwiler noch einiges erledigen. Die Werkstatt muss noch gezügelt werden. «Wir freuen uns, der Bevölkerung unsere neue Heimat zu zeigen.»

Kubus: Der neue Werkhof mit Feuerwehrdepot an der Kettstrasse. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Kubus: Der neue Werkhof mit Feuerwehrdepot an der Kettstrasse. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

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