November war zu warm und zu trocken

Mit einem Durchschnitt von 6,2 Grad ist der dritte Herbstmonat an der Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil gegenüber der Vergleichsperiode (Norm) 1981 bis 2010 um zwei Grad zu warm ausgefallen.

Christoph Frauenfelder *
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NIEDERUZWIL. Die tiefste Temperatur betrug 0 Grad und wurde am 5. November verzeichnet. Allerdings wurde die Nullgradmarke um 1/10 Grad verfehlt, womit der «Tatbestand» eines Frosttags nicht gegeben war. Die höchste Temperatur wurde am 4. November mit 21 Grad gemessen. Die Heizgradziffer ergab 410 Grad. Die meisten Tagen waren teils deutlich zu warm, der 4. November zum Beispiel fast 10 Grad.

Wieder zu trocken

Insgesamt sind nur 56 Millimeter Niederschlag gefallen. Das sind lediglich 65 Prozent des langjährigen Mittelwerts. Ein Drittel der Menge fiel am 5. November nach einem markanten Kaltlufteinbruch mit anschliessendem Dauerregen. Niederschlagstage mit einem Millimeter oder mehr gab es an sieben Tagen. Das sind vier zu wenig.

Viel Sonne, viel Nebel

Mit 53 Stunden schien die Sonne gegenüber dem langjährigen Mittel genau zu 100 Prozent. Es wurden 14 Nebeltage verzeichnet. Eine sehr hohe Anzahl. Doch der Nebel lichtete sich an den meisten Tagen und liess die Sonne doch noch durch. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug 2,9 km/h. Das entspricht 70 Prozent des langjährigen Mittelwertes. Die höchste Windspitze wurde am 4. November mit 52 km/h gemessen.

Der meteorologische Herbst (September bis November) war zwei Grad zu warm, 35 Prozent zu trocken und normal besonnt.

* Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.