Notunterkunft wieder aufgehoben

NIEDERUZWIL. Die Gemeinde Uzwil musste zehn junge Männer aus Afrika kurzfristig in der Zivilschutzanlage beim Feuerwehrdepot unterbringen. Die Container bleiben vorerst stehen, denn die Gemeinde rechnet mit weiteren Asylbewerbern.

Urs Bänziger
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Die Container auf dem Marktplatz wurden aufgestellt, um den Asylbewerbern einen Aufenthaltsraum mit Tageslicht und sanitäre Anlagen mit warmem Wasser zur Verfügung zu stellen. (Bild: Urs Bänziger)

Die Container auf dem Marktplatz wurden aufgestellt, um den Asylbewerbern einen Aufenthaltsraum mit Tageslicht und sanitäre Anlagen mit warmem Wasser zur Verfügung zu stellen. (Bild: Urs Bänziger)

Die Container stehen zwar noch auf dem Marktplatz, aber seit vergangenem Freitag sind sie verlassen. Die vorübergehend in der Zivilschutzanlage beim Feuerwehrdepot einquartierten Asylbewerber aus Afrika sind umgezogen. «Wir konnten alle in Wohnungen unterbringen», sagt der Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil, Thomas Stricker.

Mitte Juli musste die Gemeinde die vom Kanton kurzfristig zugewiesenen zehn jungen Männer aus Eritrea und Äthiopien in der Zivilschutzanlage einquartieren, weil alle zur Verfügung stehenden Wohnräume schon belegt waren. Die Container wurden aufgestellt, um den Asylbewerbern einen Aufenthaltsraum mit Tageslicht und sanitäre Anlagen mit warmem Wasser bieten zu können.

Ausserordentliche Massnahme

Uzwil habe mit einer ausserordentlichen Massnahme auf den grossen Zustrom von Asylbewerbern reagieren müssen, sagt Stricker. Ziel sei von Anfang an gewesen, das Provisorium bis Mitte August durch anderen Lösungen zu ersetzen. «Dieses Ziel konnte die Gemeinde nun erreichen.» Am 14. August hätten die letzten Asylbewerber die Zivilschutzanlage verlassen. Die zehn jungen Männer konnten zum einen in einer neu dazugemieteten Wohnung in Niederuzwil einquartiert werden. Zum anderen wurden die bestehenden Wohnungen dichter belegt. «Die Asylbewerber müssen zusammenrücken. In einigen Zimmern befinden sich nun zwei Betten», erklärt Stricker.

Die Container bleiben noch bis Ende September bei der Zivilschutzanlage auf dem Marktplatz stehen. Denn die Gemeinde geht davon aus, dass sie weitere Asylbewerber aufnehmen muss. «Im Vergleich zu anderen Gemeinden musste Uzwil weniger Asylsuchende aufnehmen. Wir müssen deshalb damit rechnen, dass der Kanton uns noch mehr zuteilt. Im Notfall können wir die Infrastruktur auf dem Marktplatz rasch wieder in Betrieb nehmen», sagt Stricker.

Lob für den Zivilschutz

Parallel sucht die Gemeinde weiter nach geeignetem Wohnraum. Und sie hofft darauf, dass anerkannte Flüchtlinge, die inzwischen auf eigenen Beinen stehen, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Wohnungen verlassen und sich nach anderen Lösungen umsehen. Erste Rückmeldungen seien erfolgversprechend, sagt Stricker.

Nachdem alle Asylbewerber die Zivilschutzanlage verlassen haben, endete auch der Einsatz der Zivilschutzorganisation Uze, die zusammen mit der Securitas für die Betreuung der jungen Männer aus Afrika eingesprungen war. Der Uzwiler Verwaltungsleiter lobt die rasche Einsatzbereitschaft des Zivilschutzes. Stricker: «Die Männer vom Zivilschutz haben professionelle Arbeit geleistet.» Die Gemeinde habe aus der Bevölkerung keine Reklamationen zur Notunterkunft erhalten.

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