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Advent, Advent, die Zeit, die rennt Ist es wirklich schon so spät? Erst gerade wurde die Weihnachtsdekoration aufgehängt, und das erste Türchen des Adventskalenders steht doch erst seit kurzem offen.

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Advent, Advent, die Zeit, die rennt

Ist es wirklich schon so spät? Erst gerade wurde die Weihnachtsdekoration aufgehängt, und das erste Türchen des Adventskalenders steht doch erst seit kurzem offen. Vor einigen Tagen waren noch Samichläuse unterwegs, und jetzt steht in einer Woche bereits Weihnachten vor der Tür. Auf die Frage, ob ich bereits alle Geschenke beisammen habe, lautet meine Antwort: «Ich habe doch noch Zeit, das pressiert ja noch nicht.» Wenn ich gefragt werde, ob ich an einen Weihnachtsmarkt gehen will, erwiderte ich: «Ich bin noch nicht in Weihnachtsstimmung. Vielleicht dann kurz vor dem Fest.» Dieser Zeitpunkt ist jetzt da. Und wie jedes Jahr bin ich total überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist. Das geht nicht nur mir so: Viele Menschen sind gestresst, und wer schlecht organisiert ist, wird vom bevorstehenden Weihnachtsfest genauso überrascht wie ich. Stress und Nervosität schweben durch die beleuchteten Strassen. Von wegen stille Nacht und besinnliche Zeit. Am Sonntagsverkauf stehen die Besucher sich gegenseitig auf die Füsse, das dunkle, kalte und nasse Wetter sorgt für ungewöhnlich viele Unfälle; jeden Tag verschickt die Kantonspolizei Meldungen über Diebstähle, Raub und Einbrüche. Zu allem Überfluss fiel auch noch ein gut sichtbarer Vollmond auf die Adventszeit. Doch damit ist jetzt Schluss! Ich will nicht mehr gestresst sein. Ich lasse mich nicht mehr überraschen und werde die Zeit geniessen. Auch wenn mir jetzt schon wieder fast die Zeit dafür fehlt.

Larissa Flammer

larissa.flammer@wilerzeitung.ch