Noger übernimmt das Präsidium

Die katholische Kirchbürgerversammlung im Pfarreiheim Kirchberg stimmte dem Erwerb eines Grundstückes zu. Die Pfarreiversammlung wählte Otto Noger zum Nachfolger des zurücktretenden Ernst Mathies als Pfarreiratspräsidenten.

Franziska Huber
Drucken
Teilen
Kirchenverwaltungsratspräsident Kuno Hinrichs wird flankiert vom abtretenden und neuen Pfarreiratspräsidenten Ernst Mathies (links) und Otto Noger. (Bild: fhu.)

Kirchenverwaltungsratspräsident Kuno Hinrichs wird flankiert vom abtretenden und neuen Pfarreiratspräsidenten Ernst Mathies (links) und Otto Noger. (Bild: fhu.)

kirchberg. Der Cäcilienchor Kirchberg unter der Leitung von Martin Bauer und am Klavier begleitet von Linus Kempter stimmte die Kirchbürger in die Versammlung ein. Nach der Begrüssung durch Kirchenverwaltungsratspräsident Kuno Hinrichs wurden die Jahresrechnung und der Amtsbericht vorgelegt. Der Ertrag beläuft sich auf über 1,5 Mio. Franken und der Steuerfuss konnte auf 27 Prozent belassen werden.

Die 88 Stimmberechtigten bewilligten den Erwerb des Grundstücks an der Husenstrasse in Kirchberg von Margrit Litschi-Schlecker zu einem Kaufpreis von 150 000 Franken. Zudem stimmten sie zu, die nach Abzug des Reservebezugs verbleibende Schuld von 100 000 Franken ab 2010 innert drei Jahren zu amortisieren. Die Liegenschaft mit einer Fläche von 275 Quadratmetern soll abgebrochen und durch einen chaussierten Platz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten ersetzt werden.

Win-win-Situation

Weiter soll ein Trottoir entlang der Husenstrasse den Fussgängerschutz verbessern. Dieses Bauvorhaben ist für die Kirchgemeinde eine grosse Chance, da die Fläche als einheitliches Gebiet genutzt werden kann. Zudem werden dadurch die Zufahrten zum Pfarreiheim und zum Pfarrhaus verbessert. Doch nicht nur die Kirchgemeinde, sondern auch die Politische Gemeinde zieht aus diesem Projekt ihren Nutzen. Für sie sprechen die Aufwertung des Dorfkerns sowie der Fussgängerschutz als gewichtige Vorteile.

Ferner wurde der Verkauf des Grundstücks an der Rosenbergstrasse 4a in Kirchberg genehmigt. Das Wohnhaus mit 908 Quadratmetern Fläche ist mangels Eigenbedarf der Kirchgemeinde und der Pfarrei vermietet und wird nicht für kirchliche Zwecke genutzt. Deshalb sieht der Kirchenverwaltungsrat vor, die Liegenschaft baldmöglichst zu Marktbedingungen nach Angebot und Nachfrage zu verkaufen.

Neue Kirchenpflegerin

Die bisherige Kirchenpflegerin (Kassierin) Judith Scherrer hat nach zehnjähriger Tätigkeit ihren Rücktritt aus dem Kirchenverwaltungsrat erklärt. Als ihre Nachfolgerin wurde Rita Christl-Scheiwiller in das Amt der Kirchenpflegerin gewählt.

Im Anschluss an die Kirchbürgerversammlung folgte die Pfarreiversammlung. Der bisherige Präsident Ernst Mathies blickte auf die Schwerpunkte des vergangenen Jahres zurück.

Dazu gehörte die Verlebendigung der Gottesdienste, welche den Kernpunkt einer gläubigen Gemeinschaft bilden, die Diakonie als glaubwürdiges Zeugnis einer christlichen Gemeinde, die Vortragsabende als religiöse Bildung oder die Errichtung der Seelsorgeeinheit.

Im Ausblick auf das laufende Jahr stehen die Einführung von Familiengottesdiensten, das Projekt Jakobsweg, welches am 2. Mai von Brunnen nach Stans führt, das öffentliche Ja der Firmlinge sowie die Seniorenferien.

Ernst Mathies gab seinen Rücktritt bekannt und bedankte sich bei seinen Ratskollegen für das offene Mitwirken während dieser einvernehmlichen und erfreulichen Zeit. Das Präsidium von Ernst Mathies wird von Otto Noger übernommen. Der Bauingenieur und Familienvater, welcher erst vor kurzem in die Ostschweiz gezogen ist, übte das Amt bereits in der Zentralschweiz aus und sieht darin einen Ausgleich zu seiner kopflastigen Arbeit.

Ernst Mathies verabschiedet

Vizepräsident Alfons Faoro ergriff das Wort und ehrte Ernst Mathies in allen Belangen. Er erinnerte sich, wie erstaunt er war über das Feuer im Blut des ehemaligen Lehrers. Als Präsent seiner Ratskollegen überreichte er Ernst Mathies das Buch «Das Unternehmen Jesus – Wahrheit und Wirklichkeit des frühen Christentums». Im Zitat auf der ersten Seite des Buches steht geschrieben: «Er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat.

» Diese Worte widerspiegelten die Autorität des Präsidenten, welche von innen her komme, trefflich, meinte Alfons Faoro.

Aktuelle Nachrichten