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Nochmals zweite Fremdsprache

Grosser Rat des Kantons Thurgau

Vorschau auf die Grossratssitzung von morgen Mittwoch

Mit fünf traktandierten Geschäften scheint die Ratssitzung von morgen Mittwoch nicht übermässig attraktiv zu sein. Aber bereits das erste Traktandum dürfte wiederum einige Fernsehstationen und Medienschaffende nach Frauenfeld locken, beraten wir in zweiter Lesung doch über die Änderung des Volksschulgesetzes, insbesondere über eine zweite Fremdsprache in der Primarschule und damit über den Lehrplan 21. Kantonsrat Urs Schrepfer aus Busswil (Schulleiter und Schulpräsident) hat bereits 2014 auf die Problematik der hohen Lektionenzahl im interkantonalen Vergleich hingewiesen. Wir diskutieren nicht über Frühfranzösisch Ja oder Nein und auch nicht über den «Zusammenhalt» der Schweiz und schon gar nicht über die Frage, mögen wir die Welschschweiz oder nicht. Wir befassen uns mit der Frage: zweite Fremdsprache in der Primarschule Ja oder Nein. Eigentlich ist es bereits die dritte Fremdsprache, da Hochdeutsch für die meisten Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung ist. Die regierungsrätlichen Retuschen und Rettungsversuche überzeugen mich nicht. Daher bleibe ich bei meiner Meinung, Französisch gehört in die Oberstufe.

Den Geschäftsbericht der Pädagogischen Hochschule Thurgau nehmen wir zur Kenntnis und stimmen der Annahme zu. Ebenso nehmen wir den Geschäftsbericht und die Eigentümerstrategie der Gebäudeversicherung Thurgau entgegen.

Die «Standesinitiative zum Ausschluss des Palmöls aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia», bei der Toni Kappeler aus Münchwilen Mitmotionär ist, dürfte zu angeregten Diskussionen führen. Ölpalmplantagen in Malaysia sind für das Ökosystem eine Gefahr, und durch die kaum verbrennbaren Stämme der Palmen auch ein ungelöstes Problem der Rezyklierbarkeit. Ein Grössenvergleich der Anbauflächen: in den letzten 25 Jahren wurde die Anbaufläche um 4,8 Mio. ha erhöht – das entspricht einer Fläche, die grösser als die Schweiz ist. Dem sind tropische Regenwälder zum Opfer gefallen.

Das letzte traktandierte Geschäft «Anpassung des Gesetzes über die öffentlichen Ruhetage» befasst sich vorwiegend mit der Frage nach Streichung des Verbotes von Veranstaltungen an hohen gesetzlichen Feiertagen. Die Motionäre wollen auch am Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag sowie am Weihnachtstag öffentliche Veranstaltungen. Wir alle sind in hohem Masse ausgelastet und die «Vergnügungsangebote» ausgereizt. Behalten wir doch die verbleibenden fünf geschützten Feiertage als wertvolle Ruhetage für uns und unsere Familien.

Clemens Albrecht

Die Wiler Zeitung bietet den Kantonsrätinnen und Kantonsräten des Bezirks Münchwilen die Möglichkeit, sich vor und nach den Sitzungen des Grossen Rates zu den Geschäften zu äussern.

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