Nochmals die «Völle» erleben

WIL. Am Donnerstag, 12. September, öffnet die Künstlergruppe Ohm41 nochmals die Türen zu ihrer Ausstellung «Vollraum» in der Lokremise in Wil. Die Vernissage dazu fand am Freitagabend statt. Darauf folgte ein Performance-Wochenende von «zweimal 24 Stunden».

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Putin im «Vollraum». (Bild: pd)

Putin im «Vollraum». (Bild: pd)

WIL. Am Donnerstag, 12. September, öffnet die Künstlergruppe Ohm41 nochmals die Türen zu ihrer Ausstellung «Vollraum» in der Lokremise in Wil. Die Vernissage dazu fand am Freitagabend statt. Darauf folgte ein Performance-Wochenende von «zweimal 24 Stunden».

Kritik an der Reizüberflutung

Die Künstler füllten die 10 000 Kubikmeter der Lokremise mit Alltagsgegenständen: etwa mit einem Turm aus Zeitungen, einer Graffiti-Konstruktion, einem Treppenlift oder mit etlichen «Traumwolken» in Gestalt riesiger weisser Luftballone. Die Ausstellung «Vollraum» versteht sich als Kritik an einer mit sinnlosen Reizen und Produkten überfluteten Gesellschaft. Mit «Vollraum» schufen die Künstler einen Kontrast zu «Leerraum» vom vergangenen April: Eine Ausstellung, bei der das neunköpfige Künstlerkollektiv in der portugiesischen Stadt Porto das «Nichts» demonstrierte.

Rebellieren mit Kunst

Bereits eine Woche vor Ausstellungsbeginn machte Ohm41 im Rahmen einer Guerillaaktion auf der Oberen Bahnhofstrasse auf sich aufmerksam. Mit 20 grossen Kartonschachteln baute das Künstlerkollektiv eine Mauer quer durch die Wiler Einkaufsmeile und blockierte den Passanten damit den Weg. Damit nahmen die Künstler nicht nur den öffentlichen Raum ein, sie untermauerten auch ihren rebellischen und widerspenstigen Gründungscharakter. (red.)

Die Ausstellung in der Lokremise Wil ist von 19 bis 20.30 Uhr geöffnet. Um 19 Uhr gibt es eine Führung.