Nochmals antreten

Uzwil ist noch ohne Schulratspräsident: Erich Wagner (CVP), Daniel Wyder (SP) und Raphael Bär (parteilos) verfehlten das absolute Mehr. Christine Wirth (CVP) ist neue Gemeinderätin.

Philipp Stutz
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UZWIL. Mit neun Stimmen Vorsprung liegt Erich Wagner ganz knapp vor Daniel Wyder. Doch beide verfehlten bei den Wahlen ins Schulratspräsidium deutlich das absolute Mehr. Einen Achtungserfolg erreichte der parteilose Raphael Bär. Er ist sich noch nicht sicher, ob er nochmals antritt. Bär fühlt sich seinen Wählern verpflichtet, habe er doch ein achtbares Resultat erzielt. Und dies alles, ohne Geld in den Wahlkampf investiert zu haben, wie er betont. Christine Wirth-Angehrn (CVP) schaffte den Einzug in den Gemeinderat problemlos, plazierte sich noch vor der bisherigen Sozialdemokratin Dora Hadorn.

Wahldisziplin gefordert

Daniel Wyder (SP) hat mit einem knappen Wahlausgang im Rennen ums Schulratspräsidium gerechnet: «Ich hätte es mir zwar anders erhofft, doch ein zweiter Wahlgang war aufgrund der Konstellation mit drei Kandidaten in Betracht zu ziehen.» Er appelliert an die Wahldisziplin. Nun gelte es jene Stimmberechtigten, die ihn gewählt haben, nochmals zu mobilisieren. «Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen, wenn wir miteinander kämpfen», betont Wyder. «Für Sozialdemokraten ist es in Uzwil immer schwierig, Stimmen zu holen», gesteht Daniel Zöllig, Präsident der SP. Es gehe auch um eine ausgewogene Verteilung der politischen Kräfte in den Gemeindebehörden. Die SP spricht damit die mögliche absolute Mehrheit der CVP an.

Zuversicht bei der CVP

«Wir müssen nochmals in die Hosen», konstatiert Benno Gmür, Präsident der CVP. Er zeigt sich überzeugt, dass seine Partei im zweiten Wahlgang obsiegen wird. Könne doch der CVP-Kandidat Erich Wagner seine fachliche Kompetenz in die Waagschale werfen. Dieser wertet das Resultat als schönen ersten Erfolg. Er gehe mit voller Motivation in den zweiten Wahlgang. Benno Gmür fügt hinzu, dass es sich um eine Personen- und nicht um eine Parteienwahl handle.

Achtungserfolg von Forster

Die Mandate im Schulrat waren umkämpft, weil der frühere CVP-Präsident Michael Forster den vier bisherigen Ratsmitgliedern den Sitz streitig machte. Ohne Unterstützung und ohne Wahlkampf erzielte der heute parteilose Forster ein äusserst respektables Ergebnis und verfehlte das absolute Mehr nur knapp.