Noch viel Arbeit für den neuen Trainer

Das 0:3 gegen Winterthur war die siebte Pflichtspiel-Niederlage des FC Wil in Serie. Auf ein gutes erstes Viertel der Partie folgte ein Rest, der Trainer Francesco Gabriele verdeutlichte, dass es noch viel zu tun gibt. Der Blick ist nun auch nach hinten zu richten.

Simon Dudle
Drucken
Teilen
Der neue FC-Wil-Trainer Francesco Gabriele – hier im Gespräch mit Spieler Andrés Vasquez – hat noch viel Arbeit vor sich. (Bild: Ralph Ribi)

Der neue FC-Wil-Trainer Francesco Gabriele – hier im Gespräch mit Spieler Andrés Vasquez – hat noch viel Arbeit vor sich. (Bild: Ralph Ribi)

WIL. Die Spiele ähneln sich, ob der Trainer nun Axel Thoma, Neno Kuruzovic oder Francesco Gabriele heisst. Es genügt in dieser Phase sehr wenig, um die verunsicherte Wiler Mannschaft aus dem Tritt zu bringen. So auch gegen Winterthur. Die Startphase war unterhaltsam, ja gar richtig attraktiv. Für ein paar Minuten waren die sechs vorangegangenen Niederlagen en suite weit weg. Doch dann genügten ein kapitaler Eigenfehler und ein Gegentreffer, um die Verunsicherung wieder hervorzurufen.

Es fehlt ein Antreiber

Ivan Audino legte den Ball vor die Füsse von Patrick Bengondo, statt das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu schlagen. Das 0:1 war die logische Konsequenz. «Danach fehlte es an einer Reaktion. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen», sagte Audino, dessen Vertrag vergangene Woche vorzeitig bis Sommer 2016 verlängert wurde. Er ergänzte: «Wir müssen nun den Finger rausnehmen und als Mannschaft auftreten.»

Der neue Trainer Gabriele hatte sich einen erfolgreicheren Start erhofft. Er mochte aber nicht alles schlechtreden und sagte: «Wenn man nur das Resultat betrachtet, ist es frustrierend. Ich habe aber auch interessante Ansätze gesehen.» Alles in allem war es aber doch zu wenig, um einem spielstarken FC Winterthur ernsthaft Paroli zu bieten. Den Wilern fehlte ein Antreiber im Mittelfeld, ein kreatives Element. Chancen waren rar. Die siebte Niederlage in Serie hat zur Folge, dass der Vorsprung auf das tabellenletzte Biel nur noch fünf Punkte beträgt.

Balance finden

Als nächstes steht in knapp zwei Wochen das Auswärtsspiel gegen das tabellenvorletzte Le Mont Lausanne auf dem Programm. «Grundsätzlich haben wir den Blick nach vorne gerichtet. Ein Augenmerk müssen wir aber auch gegen hinten haben», sagte Gabriele.

Der neue Übungsleiter dürfte froh sein, dass zuvor eine zweiwöchige Länderspielpause ansteht und er seine Ideen einbringen kann. Es wird ihm darum gehen, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. «Wir müssen vorne entschlossener und hinten kompakter auftreten», sagte Gabriele. Seine Inputs sind nötig. Die vergangenen Partien liessen den Eindruck aufkommen, die Mannschaft sei nicht fähig, sich selber aus dieser misslichen Situation zu befreien.

Aktuelle Nachrichten