No-Name-Blatt im Tabloid-Format

DEGERSHEIM. Die Katze ist – zumindest weitgehend – aus dem Sack: Das neue amtliche Publikationsorgan der Gemeinden Flawil und Degersheim präsentiert sich als vierfarbig gedrucktes Mitteilungsblatt, das 48mal pro Jahr erscheinen soll.

Andrea Häusler
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An der Koordinationssitzung der Vereine auf dem Wolfensberg präsentierten die Gemeindebehörden die Nullnummer des neuen Gemeindeblatts. (Bild: Andrea Häusler)

An der Koordinationssitzung der Vereine auf dem Wolfensberg präsentierten die Gemeindebehörden die Nullnummer des neuen Gemeindeblatts. (Bild: Andrea Häusler)

Am 25. September wird der «Anzeiger Flawil-Degersheim» das letzte Mal in die Haushaltungen der beiden Gemeinden verteilt. Die Woche darauf erscheinen die amtlichen Publikationen dann in neuer Verpackung, in neuem Format und aus einem neuem Haus. An der Ortsvereins-Koordinationssitzung des Verkehrsvereins Degersheim auf dem Wolfensberg stellten die Behörden von Flawil und Degersheim sowie der Verleger das neue Gemeindeblatt erstmals öffentlich vor.

Rot für Flawil

Die zur Veranschaulichung produzierte Null-Nummer präsentiert sich als vierfarbig gestaltete, dreispaltig umbrochene Publikation, die, zumindest bezüglich des Formats, der Pendlerzeitung «20 Minuten» nachempfunden ist. Die Inhalte werden farblich der jeweiligen Gemeinde zugeordnet: rote Titel und rot unterlegte Textfelder betreffen Flawil; Grün – wie das Gemeindelogo – ist die Farbe Degersheims. Laut Franziska Cavelti vom gleichnamigen Gossauer Druckerei- und Medienunternehmen gehe man von einem Umfang von 16 Seiten pro Ausgabe aus: «Je nach Text- und Inseratevolumen.» Gedruckt werde auf «festerem Zeitungspapier».

Texteinsendungen möglich

Wie früher beim «Anzeiger» haben Vereine oder Organisationen auch künftig die Möglichkeit, Texte über Veranstaltungen oder Hinweise auf Anlässe im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinden zu plazieren und/oder in einer Wochenagenda für ihre Aktivitäten zu werben. «Bei den Veranstaltungsberichten allerdings ohne die Gewähr, dass diese jeweils im nächstfolgenden Blatt veröffentlicht werden», wie Franziska Cavelti einschränkte. «Eingesandte Inhalte werden nach Platzangebot publiziert, von einer Lektorin korrigiert, allenfalls gekürzt, aber nicht redigiert. Denn das Gemeindeblatt wird – im Gegensatz zum «Anzeiger» – nicht von einer Redaktion betreut. Entsprechend werden im neuen Gemeindeblatt auch keine recherchierten und journalistisch aufbereitete Themen zu finden sein.

Name geheim oder unbekannt

Das Konzept des Gemeindeblatts sieht eine Mischung von Texten und Inseraten auf den einzelnen Seiten vor. Dabei variieren die Anzeigentarife je nach Auftraggeber. Vorgesehen sind vier verschiedene Tarifstufen für Vereine, einheimische und auswärtige Inserenten sowie Organisationen wie beispielsweise die Spitex.

Noch ist das neue «Amtliche Publikationsorgan der Gemeinden Flawil und Degersheim» ein Produkt ohne einen Namen. Jedenfalls wurde dies bei der Präsentation auf dem Wolfensberg so kommuniziert.