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Niederwiler Tennistalent Adrian Bodmer möchte unter die Top 250

Anfang 2018 spielte Adrian Bodmer sein erstes Einzel im Davis-Cup. Als Tennisspieler ist er viel auf Achse. Daran hat er sich bereits als Kind gewöhnt.
Tim Frei
Adrian Bodmer zeigte in Astana ein vielversprechendes Einzeldebüt im Schweizer Davis-Cup-Team. Den damals über 400 Ränge besser klassierten Kasachen Michail Kukuschkin zwang er über vier Sätze. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Adrian Bodmer zeigte in Astana ein vielversprechendes Einzeldebüt im Schweizer Davis-Cup-Team. Den damals über 400 Ränge besser klassierten Kasachen Michail Kukuschkin zwang er über vier Sätze. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

«Es gibt schon Momente, da geht mir das Reisen auf den Wecker», gesteht Adrian Bodmer. Das sei beispielsweise in der nordfranzösischen Ortschaft Cherbourg der Fall gewesen. Dort hatte er in diesem Jahr an einem Tennisturnier teilgenommen. Nachdem der heute 23-jährige Niederwiler die erste Partie verloren hatte, musste er die Heimreise antreten. «Nebst dem Frust über die Niederlage kam hinzu, dass die Bedingungen schlecht waren», erinnert er sich. Viel schlimmer aber war: «Für die Rückreise standen mir vier Stunden im Zug, zwei Stunden im Flugzeug und nochmals eine Stunde im Zug bevor. In diesem Moment wäre ich am liebsten in 20 Minuten zu Hause gewesen.»

2019 möchte sich der 23-jährige Niederwiler die Qualifikation der Australian Open spielen. (Bild: Ralph Ribi)

2019 möchte sich der 23-jährige Niederwiler die Qualifikation der Australian Open spielen. (Bild: Ralph Ribi)

Solche Erfahrungen sind bei Bodmer aber die Ausnahme. Er hat sich längstens ans Reisen gewöhnt. «Vergangenes Jahr war ich 30 Wochen unterwegs.» Das gehe nur, wenn man gerne reise. Und: «Heimweh hatte ich bisher nie in meinem Leben.» Das liegt daran, dass er sich bereits als Kind ans Reisen gewöhnte: «Mit 12 Jahren ging ich ans Internat in Kreuzlingen und war damit erstmals weg von zu Hause.» Mit rund 17 Jahren, als er sich fürs Tennis und gegen die Schule entschieden hatte, wechselte er zusammen mit seinem Trainer Joachim Kretz an die Tennisakademie im österreichischen Dornbirn. Anfänglich pendelte er, seit zweieinhalb Jahren hat er eine Wohnung unweit der Tennisakademie.

So überrascht es auch nicht, dass er heute oft alleine reist. «Immer mehr werde ich aber von meinem Coach begleitet», sagt Adrian Bodmer. Obschon erst gut 20-jährig, machte Bodmer bereits eine schwierige Phase durch: Während rund eineinhalb Jahren musste er wegen einer Fussverletzung pausieren.

«Damals fragte ich mich, ob ich es je zurückschaffen würde oder ob ich aufhören sollte. Doch das Team, welches mich immer unterstützte, half mir, diese Situation zu bewältigen.»

2017 kehrte Bodmer zurück – mit Erfolg: In der Weltrangliste kletterte er von Rang 1248 auf 473, er gewann seine erste beiden Einzel-Titel auf der dritthöchsten Stufe, spielte seine ersten zwei Spiele auf der höchsten Stufe und feierte im Herbst sein Davis-Cup-Debüt im Doppel gegen Weissrussland.

Geglückte Einzel-Premiere im Davis-Cup

2018 folgte gleich die Einzel-Premiere in diesem Wettbewerb: In Astana zeigte er gegen Kasachstan eine vielversprechende Leistung in zwei Partien, die er jedoch verlor. «Die Matches haben mir aber gezeigt, dass ich spielerisch und physisch mithalten kann. Im mentalen Bereich gibt es hingegen noch kleine, aber entscheidende Unterschiede.» Für 2018 hat er sich hohe Ziele gesteckt: «Ich möchte unter die Top 250 der Weltrangliste vorstossen. Damit könnte ich Anfang 2019 an der Qualifikation der Australian Open – dem ersten Grandslam-Turnier des Jahres – teilnehmen. » Er ist sich bewusst, dass dies ein ambitioniertes Ziel ist. «Doch nur so kommt man weiter.»

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