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Am Wochenende ergiesst sich eine grüne Blechlawine über Niederwil

Traktoren-Fans versammeln sich in Niederwil: Bereits zum vierten Mal findet das Fendt-Treffen auf dem Hof von Ernst Brunner statt.
Marco Enzler
Zur Reduktion des Verkehrschaos wird für die Fendt-Traktoren dieses Jahr eine eigene Zufahrt signalisiert. (Bild: PD)

Zur Reduktion des Verkehrschaos wird für die Fendt-Traktoren dieses Jahr eine eigene Zufahrt signalisiert. (Bild: PD)

Wenn sich eine Blechlawine aus rund 500 Traktoren auf dem Hof von Landwirt Ernst Brunner in Glattburg aufreiht, dann ist wieder Fendt-Treffen. Am kommenden Wochenende ist es so weit: Das Fest, das alle vier Jahre stattfindet, soll einmal mehr viele Freunde der grünen Landmaschinen anlocken.

Erwartet werden nebst vielen einheimischen Fendt-Fans auch ausländische Gäste – unter anderem aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Dies erzeuge einen gewissen Druck auf die Organisatoren, wie Brunner erklärt. Denn:

«Die weite Anfahrt soll sich für unsere Gäste schliesslich lohnen.»

Für jeden Besucher ist etwas dabei

«Bei unseren Gästen ist es wie bei den Traktoren: Wir haben ganz junge und ganz alte», sagt Ernst Brunner. So werden denn auch verschiedene Traktoren-Modelle mit Jahrgängen zwischen 1939 und 2019 zu sehen sein. Laut Brunner wird ausserdem der neue Fendt Vario 942 zum ersten Mal in der Schweiz präsentiert. Die Vielfalt der teilnehmenden Landmaschinen schlägt sich auch in Ernst Brunners Begeisterung nieder: Während sein Herz früher für die brandneuen Fendt-Traktoren schlug, interessieren ihn heute vor allem die etwas älteren Modelle. «Die Liebe zu den alten Traktoren kam aber erst mit dem eigenen Altern», sagt er.

Nach dem einleitenden Abendprogramm am Samstag steht am Sonntagmorgen der Einzug der Traktoren auf dem Programm. Anschliessend werden am Nachmittag die Prämierungen stattfinden. Nebst Kategorien wie dem ältesten, dem schönsten oder dem originellsten Fendt werden auch derjenige mit der längsten Anreise oder der Betriebsstunden-Champion prämiert. Ernst Brunner liegen besonders die Prämierungen der Kindertraktoren am Herzen. In dieser Kategorie sind Trettraktoren, die verziert und umgebaut werden. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. «Teilweise werden echte Motoren eingebaut», sagt Brunner. Für die Kinder, die nicht selten viel Herzblut investierten, sei dies jeweils ein Highlight.

Erstes Fendt-Treffen im Jahr 2007

Ernst Brunner selbst hat die Liebe zu den Fendt-Traktoren quasi in die Wiege gelegt bekommen. «Ich bin mit Fendt aufgewachsen», sagt er. Als er die Landwirtschaftsschule besuchte, habe sich diese Verbindung noch vertieft, da er auch während dieser Zeit mit Fendt-Maschinen gearbeitet habe. Und so ist auch die Idee aufgekommen, einen Anlass zu organisieren: «Damals gab es noch kein Fendt-Treffen. Wir sagten uns, dass wir ein solches auf die Beine stellen würden, falls es zehn Jahre später immer noch keines gäbe.» So kam es, dass 2007 dann tatsächlich das erste Fendt-Treffen in Niederwil durchgeführt wurde.

Nach dem Fest habe es viele positive Rückmeldungen gegeben – nicht nur von Fans. «Das hat uns dazu bewogen, den Anlass erneut durchzuführen.» Den Vierjahresrhythmus habe man dabei bewusst gewählt, damit das Fest etwas Spezielles bleibe und nicht als jährlich wiederkehrendes Ereignis abgetan werde. Seit der ersten Durchführung ist der Event gewachsen.Beim letzten Fest im Jahr 2015 kamen insgesamt mehr als 2000 Interessierte. Auch wenn sich Brunner bis heute über die zahlreichen Gäste freut, so betont er auch, dass dieser Erfolg hohe Erwartungen habe aufkommen lassen:

«Das letzte Mal lief nahezu alles perfekt. Besser kann es für uns eigentlich fast nicht mehr werden.»

Verbesserter Zufahrtsweg und ein Shuttle-Dienst

Trotzdem versucht man, verschiedene Details zu optimieren. Allen voran die Verkehrssituation. Aufgrund der vielen Besucher kam 2015 der Verkehr in und um Niederwil beinahe komplett zum Erliegen. Auch wenn die Anwohner damals mit Verständnis auf das Verkehrschaos reagiert hätten, wurden heuer einige konzeptionelle Anpassungen vorgenommen. «Es wird ein eigener Zufahrtsweg für das Fendt-Treffen signalisiert», erklärt Brunner. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, würden viele Leute vom Verkehrsdienst eingesetzt.

Nun hofft man bei den Organisatoren auf gutes Wetter. Einerseits, damit viele Besucher kommen, anderseits um die benötigten Wiesenflächen nicht mehr zu strapazieren als nötig. Brunner erklärt:

«Die Traktoren haben breite Pneus – das ist kein Problem. Personenwagen beschädigen jedoch eine nasse Wiese aufgrund ihrer schmalen Reifen.»

Trotzdem ist man auch auf Regen vorbereitet. In diesem Fall müssten die Autos auf der Strasse parkiert werden und die Gäste würden anschliessend mit dem Shuttle-Dienst zum Gelände gebracht.

Hinweis: Weitere Informationen sowie das Programm finden sich unter: www.fendt-treffen.ch

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