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NIEDERWIL: Mit Vollgas auf die Bremse

Autofahrer ärgern sich über den neuen Einlenker beim Dorfeingang. Durch die verschmälerte Fahrbahn muss die Geschwindigkeit abrupt reduziert werden. Der Gemeinderat will die Situation nun beobachten.
Angelina Donati
In der anderen Fahrrichtung kann nur noch jeweils ein Fahrzeug einfädeln. Eine grosse Fläche dient dem Schwerverkehr zum Abbiegen.

In der anderen Fahrrichtung kann nur noch jeweils ein Fahrzeug einfädeln. Eine grosse Fläche dient dem Schwerverkehr zum Abbiegen.

Angelina Donati

angelina.donati

@wilerzeitung.ch

Wer mit den erlaubten 80 km/h von Gossau nach Uzwil fährt, muss aufpassen, dass er die Einfahrt ins Dorf Niederwil nicht verpasst. Mit der neuen Gestaltung des Einlenkers ist nicht nur die Fahrbahn schmaler, sondern auch die Kurve massiv enger geworden. Auch in die andere Fahrrichtung muss beim Einfädeln erst eine enge Kurve genommen werden. Gleichzeitig wird dem Geh- und Radweg eine enorme Breite eingeräumt. Dazwischen liegen in Form eines Halbmondes erhöhte Strassenbereiche, die Lastwagen und Postautos zur Erweiterung der eigentlichen Fahrspur dienen sollen.

Alles Massnahmen, die darauf abzielen, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Sicherheit insbesondere für den Langsamverkehr zu verbessern, wie Alexander Bommeli, Gemeindepräsident von Oberbüren, auf Anfrage erläutert. Immer wieder hätten Anwohner kund getan, dass in Niederwil zu schnell gefahren werde. Sie waren besorgt um die Kinder, welche hier zu Fuss oder mit dem Velo in die Schule unterwegs sind. Unter dem Aspekt Sicherheit arbeitete der Gemeinderat schliesslich vor gut vier Jahren ein Projekt aus. An der Bürgerversammlung vom 27. März 2017 wurde das Strassensanierungsprojekt angenommen und dem Vorhaben somit «grünes Licht» gegeben.

Begehung vor Ort, bevor Deckbelag eingebaut wird

Wie sich zeigt, stösst die Strassengestaltung nun auch auf kritische Stimmen und hat eine Diskussion entfacht. So etwa erwähnt ein Leser der «Wiler Zeitung», dass im ersten Schnee bereits der «Biene-Maja»-Pfosten umgefahren wurde. Ausserdem würden die Postautokunden durch das Befahren der Hügel auf der Fahrbahn unsanft wachgerüttelt. Auch an den Gemeinderat wurden die negativen Rückmeldungen herangetragen. «Natürlich sind wir stets bestrebt, gute Lösungen für alle Beteiligten auszuarbeiten. Zu beachten gilt, dass die gesetzten Signalisationen provisorisch sind und mit dem Einbau des Deckbelages definitiv gesetzt werden. Offensichtlich zeigen sich bei diesem Einlenker die Erfahrungen erst in der Praxis», sagt Bommeli. Angesprochen auf mögliche Massnahmen, sagt er: «Wir werden die Situation nun beobachten.» Gleichzeitig betont er, dass das Projekt eigentlich abgeschlossen, und vorgängig in Zusammenarbeit mit dem Kanton, der Kantonspolizei, «Postauto» und einem Ingenieurbüro erarbeitet, bzw. begleitet worden sei. Zudem habe es nach der Bürgerversammlung eine öffentliche Planauflage gegeben. Die Kosten des Projekts lagen bei einer Million Franken – hauptsächlich für die Strassensanierung. Zum Gesamtprojekt gehörten nebst den Sicherheitsmassnahmen auch ein neuer Geh- und Radweg sowie in einer zweiten Etappe Bushaltestelle und Bushaus.

Der neue Einlenker stehe für «einen harmonischen Verkehrsfluss», ist Peter Jud, Geschäftsleiter von Hersche Ingenieure AG aus Appenzell, überzeugt. Natürlich müssten sich die Verkehrsteilnehmer erst an den neuen Strassenverlauf gewöhnen. Dennoch ist sich Jud der Problematik des starken Abbremsens bewusst. «Besser wäre, wenn beim Knotenbereich die Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt würde.» Gespräche mit der Kantonspolizei seien in Gang.

Um das Überfahren der erhöhten Strassenbereiche möglichst optimal zu gestalten, will «Postauto» indessen ihre Chauffeure «begleiten», wie von der Medienstelle zu erfahren ist. Noch bevor der Deckbelag im Sommer eingebaut wird, wollen die Zuständigen in Absprache mit der Gemeinde einen Augenschein nehmen und die ganze Situation nochmals begutachten.

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