NIEDERWIL: Hurda hat es dieses Jahr wieder geschafft

Letztes Jahr war sie nur die Zweitschönste auf dem Platz. Dieses Jahr war Hurda wieder die Tagessiegerin an der Viehschau in Niederwil – wie auch im Jahr 2015. Drei Experten hatten 315 Tiere aus zwölf Ställen zu bewerten.

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Ob der Nachwuchs auf dem Schauplatz wohl auch schon über die Vor- und Nachteile der einzelnen Kühe diskutiert?

Ob der Nachwuchs auf dem Schauplatz wohl auch schon über die Vor- und Nachteile der einzelnen Kühe diskutiert?

«Es ist die Nummer 81. Eine helle Kuh mit Namen Hurda. Sie war auch schon Tagessiegerin. Eine Jongleur-Tochter, die in der vierten Laktation steht und durchschnittlich 6600 Kilogramm Milch gibt. Sie gehört der Familie Daniel Stricker vom Choshof in Niederwil.» So präsentierte Pius Erni die Siegerin des Tages. Erni, der kurzfristig für den Schauverantwortlichen Felix Ackermann das Mikrofon übernehmen musste, da Ackermann am Mittag Vater wurde. Erni, einst Präsident des Braunviehzuchtvereins Niederwil-Oberbüren, übte diese Funktion während Jahren bis 2015 aus und war noch geübt in dieser Tätigkeit. Was Hurda im Vorjahr nun nicht schaffte, wohl aber 2015, gelang ihr auch heuer: Sie wurde als die Schönste auf dem Platz erkoren.

Als Experten waren Roman Schirmer aus Goldingen, Walter Jost aus Urnäsch und Robert Bodenmann aus Gais tätig. Sie attestieren den zwölf Züchtern aus Niederwil und Oberbüren, dass sie ihre Tiere gut halten. Roman Schirmer zeigte sich beeindruckt von der ausgezeichneten Qualität, die zu sehen war. Es sei aussergewöhnlich, dass an einer Viehschau sieben Kühe eine durchschnittliche Milchleistung von über 70000 Kilogramm vorweisen können. Üblich ist ein Durschnitt von 22000 Kilogramm Milch. «Das zeigt, dass die Tiere gut gehalten und gefüttert werden», erklärte Robert Bodenmann. Lobend erwähnte er auch die Anzahl Fitness-Star-Tiere – sehr wirtschaftliche Kühe –, die präsentiert wurden.

Auf dem Schauplatz in der Ergeten in Niederwil hatte sich viel Publikum eingefunden. Zur Wahl der Tagessiegerin nach dem Mittag waren die Plätze im Festzelt und auch um den Ring besetzt. Und, es war sonnig und warm. «Schönes Wetter ist für eine Viehschau auch wichtig», sagte Experte Bodenmann. Nicht nur das Wetter zog allerdings die Züchter aus der Region nach Niederwil. Es war vor allem das Interesse an den Tieren. «Wir betreiben hier etwas Werkspionage», sagte denn auch ein Landwirt aus dem benachbarten Thurgau augenzwinkernd.

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch