NIEDERWIL: Ein Hauch von Italianità

Das Restaurant Rössli hat einen neuen Pächter: Nicola Mammone will seine Gäste mit italienischen Spezialitäten und Schweizer Gerichten verwöhnen. Gestern war Neueröffnung.
Philipp Stutz
Der neue Pächter Nicola Mammone, Küchenchef Marcello de Fazio und die Serviceangestellte Angie bei der Eröffnung des Pizzeria-Restaurants Rössli. (Bild: Philipp Stutz)

Der neue Pächter Nicola Mammone, Küchenchef Marcello de Fazio und die Serviceangestellte Angie bei der Eröffnung des Pizzeria-Restaurants Rössli. (Bild: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

«Wir führen eine italienisch-mediterrane Küche», sagt Nicola Mammone. Dazu zählen Pizza und Pasta, aber auch Fleischspezialitäten wie etwa Piccata milanese. Auch finden sich Schweizer Gerichte auf der Karte, zum Beispiel Schnitzel mit Pommes frites oder Cordon bleu. Mittags soll der Gast unter drei Menus auswählen können. «Unsere Spezialität ist hausgemachte Lasagne», sagt Mammone, der wie Küchenchef Marcello de Fazio seit dreissig Jahren in der Gastronomie tätig ist. Das Rezept sei geheim.

Bereits in seiner Heimat in Kalabrien hat der gelernte Koch Mammone ein Restaurant geführt, ehe es ihn in die weite Welt hinauszog. So hat er während 21 Jahren in den Vereinigten Staaten, genauer in Ohio, als Küchenchef gewirkt, ehe er in die Schweiz kam, wo er an verschiedenen Stationen tätig war, etwa in der Trattoria da Nicola in Rorschach. Das Restaurant Rössli galt früher bei Gourmets als Geheimtipp. Doch das ist eine Weile her. Inzwischen haben hier verschiedene Pächter ihr Glück versucht – mit mehr oder weniger Erfolg. Im Inneren des Lokals hat sich wenig verändert. Inschriften im Holz deuten darauf hin, dass in Niederwil häufig Soldaten und wohl auch Offiziere zu Gast waren. So hat die Sup Kp I/7 hier ihren WK absolviert, wie aus einer Inschrift an einem Balken hervorgeht. Auch das ist eine Weile her, nämlich genau 41 Jahre. Der neue Gastgeber zeigt sich gewillt, andere optische Akzente im Intérieur zu setzen. So finden sich auf den Tischen kleine Chianti-Flaschen. Und die Wände zieren Schwarz-Weiss-Fotografien verschiedener Filmgrössen.

Gina Lollobrigida sitzt in leicht lasziver Pose auf einer Lambretta. Auch Sophia Loren sowie Don Camillo und Peppone sind zu erkennen. Und James Dean, wohl eine Reverenz an Mammones Zeiten in den USA. «Ich lege viel Wert auf Frischprodukte und Sauberkeit», sagt Küchenchef Marcello de Fazio, auch Marcellino genannt. «Ich liebe meine Arbeit, und die Atmosphäre muss stimmen.» Hier sei jeder willkommen, ergänzt der 49-jährige Mammone. Das Lokal eigne sich auch für Familienfeste, und Vereine sind gerne gesehen. «Benvenuti», steht über dem Eingang. Wer das Lokal verlässt, der wird mit Dank verabschiedet: «Grazie per la vostra visita».

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