NIEDERWIL: «Edel und schön, aber leider zu teuer»

Hunderte Besucherinnen und Besucher schauten sich beim Tag der offenen Tür am neuen Standort von Aston Martin St. Gallen in Niederwil die Nobelkarossen an. Die wenigsten können sich einen der Sportwagen leisten. Doch träumen war erlaubt.

Christoph Heer
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Die Luxus-Sportwagen von Aston Martin stiessen auf reges Interesse. (Bild: Picasa)

Die Luxus-Sportwagen von Aston Martin stiessen auf reges Interesse. (Bild: Picasa)

NIEDERWIL. Den einen genügt es, zu träumen. Andere verwirklichen ihre Träume, sofern es das Budget zulässt. Hunderte Besucherinnen und Besucher machten sich am Samstag ein Bild von einer bis anhin nicht gekannten Welt – derjenigen von Aston Martin. Zwischen März 2015 und Februar 2016 war in Niederwil der einzige exklusive Aston-Martin-Händlerstützpunkt in der Schweiz entstanden. Dabei vereinen sich Gastfreundschaft und Luxus innerhalb eines knapp 22 000 Kubikmeter umfassenden Gebäudevolumens und auf 5300 Quadratmetern Fläche, inklusive Werkstatt, Bürotrakt und Ausstellungsfläche mit Lounge/Bar.

Gute Zusammenarbeit

Die beiden Besitzer Florian Kamelger und Andreas Bänziger haben ihren Visionen freien Lauf gelassen. Die beiden Mediziner wissen, dass solche Träume nur zu verwirklichen sind mit guten Partnern im Vorder- und im Hintergrund. «Von Anfang an hat die Zusammenarbeit mit der politischen Behörde hervorragend geklappt. Dies motiviert uns natürlich auch, die vielen Partner und Firmen in nächster Nähe zu berücksichtigen. Wir wollen die Nähe zur Gemeinde offen signalisieren und werden alles daran setzen, einen Ort der Begegnung zu erschaffen», sagt Florian Kamelger.

Die über einhundertjährige Tradition von Aston Martin – gegründet 1913 von Lionel Martin und Robert Bamford – besteht bis heute aus den Attributen Rennsport, Luxus und Schönheit. Berühmt geworden war die Sportwagenmarke hauptsächlich durch die James-Bond-Filme. In der Ostschweiz sind es vorwiegend Unternehmer, welche sich einen Aston Martin leisten. «Vielfach sind es Geschenke an sich selbst. Dabei ist den Käufern die Ästhetik, die Kraft, das Fahrerlebnis und die Freiheit wichtig», sagt Florian Kamelger.

«Dorf kann stolz sein»

Aston Martin St. Gallen bietet in Niederwil aktuell elf Arbeitsplätze an. Mit dem Umzug konnten vier Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen werden und in Zukunft will man auf das Doppelte anwachsen. Laut Florian Kamelger soll der Werkstattbereich nun kontinuierlich aufgebaut werden. «Dass in unserem Dorf ein derart toller Bau entstanden ist, darf uns ruhig stolz machen», sagte Monika Furrer. Zudem betonte sie, dass auch «Normalsterbliche» bei Aston Martin willkommen seien. Ein Besucher aus Wil lobte zwar die Garage, welche er als «schweizweit einzigartige Residenz» betitelte, bemängelte jedoch die einheitlichen Farbtöne der Nobelkarossen. «Schade, sind die Aston Martins fast nur in Schwarz und Grau zu haben.» Und Madeleine sowie Markus Altherr aus Niederwil staunten über den britischen Luxuswagen: «Edel und schön, aber leider zu teuer.»

Andreas Bänziger (l.) und Florian Kamelger in der Lounge. (Bilder: Christoph Heer)

Andreas Bänziger (l.) und Florian Kamelger in der Lounge. (Bilder: Christoph Heer)

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