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NIEDERUZWIL: Ohrenschmaus und Gaumenfreude

Einen wunderbar heiteren und von warmen Kontrabass-Klängen begleiteten Benefiz-Gala-Abend genossen die Sympathisanten der Marktstube. Gekocht hatten Katharina Piljic und ihr Marktstuben-Team.
Kathrin Meier-Gross

Er ist eine lieb gewordene Tradition: der Benefiz-Gala-Abend im Pfarreizentrum. Denn nebst einer Mahlzeit gibt es immer auch gute Unterhaltung. Am Samstag trat das (noch) namenlose Kontrabass-Quartett auf. Eine Konstellation, die es nur selten zu hören gibt, die aber auf mitreissende Weise die gesamte Bandbreite der Musikstile spielt.

Empfangen wurden die Gäste mit einem Apéro, der von den in rot-weiss-karierten Hemden und Schürzen gekleideten Köchinnen und Köche kreiert worden war. Katharina Piljic bietet alle vierzehn Tage einen vollwertigen, fleischlosen und preisgünstigen Mittwoch-Mittagstisch für alle an, bei dem jeweils Asylsuchende und Armutsbetroffene mitarbeiten. Um dieses Angebot zu finanzieren und den Helfern einen kleinen Stundenlohn zahlen zu können, ist der Verein auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Auch die am Gala-Abend auftretenden Gruppen verlangen keine Gage. Dieses Jahr waren es vier Studenten, die an der Hochschule Luzern das Kontrabassspiel perfektionieren: Cecilia Perfetti, Lucija Mrkonjic, Gonzalo Jiménez Barranco und Goran Piljic, der Sohn von Katharina und Radislav Piljic.

Von Klassik bis Jazz

Als Vorgeschmack auf die Kürbissuppe spielte das Quartett eine lüpfige Weise. Es war eine Freude zu beobachten, wie die vier Musizierenden mit Leidenschaft die vier Saiten ihrer Instrumente erklingen liessen, meistens gestrichen, manchmal gezupft. Musikvorlagen für vier Kontrabässe gebe es nicht allzu viel, erklärte Goran, dessen Studien-Schwerpunkt die Orchestermusik ist. Mit einem Medley von Strausskomponisten liessen die jungen Leute Walzerklänge und Marschmusik erklingen. Bekannte Stücke von Bach und Brahms folgten, sowie die eindrückliche Rezitation des Erlkönigs. Nach dem Salatteller wurde Beethovens «Freude schöner Götterfunken» in einer jazzigen Version vorgetragen. Das beschwingte «La Cucaracha» animierte einige des Helferteams, tanzend den Hauptgang, Haferflocken-Pilz-Burger mit Gemüsestückchen, aufzutragen. Der Übergang zum Dessert, Apfel in vier Variationen, wurde mit Kompositionen von Simon Garcia gelegt. Die Gäste bedankten sich mit begeistertem Applaus. Gedankt wurde auch dem Küchenteam, das unter der Leitung von Concetta Egger, liebevoll Mama Mia genannt, die Gäste wie im Fünfsterne-Hotel bedient hatte.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

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