NIEDERUZWIL: Nachwinter mit strenger Kälte

Zwar gab es im März weniger Niederschlag als gewohnt, dafür kehrte die sibirische Kälte in der zweiten Monatshälfte zurück. Nur 70 Sonnenstunden wurden gezählt. So wenige wie seit 27 Jahren nicht mehr.

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Nachdem der eiskalte Februar seine Arme auch in die ersten Märztage hineinstreckte, wurde es endlich wärmer. Bis Mitte Monat lagen die Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt. Doch dann nahm der sibirische Winter einen neuen Anlauf und drückte die Temperaturen abermals in den Keller.

Zwar lag die Vegetation als Folge des wärmsten Januars seit 150 Jahren nach wie vor im Vorsprung. Doch dieser verkleinerte sich weiter. Die Wetterbücher verraten: Nach einem eisigen Februar folgt meist auch ein zu kalter März. Er lag ein Grad unter dem Normalwert. Die Temperaturen bewegten sich zwischen -10 und 17 Grad.

Es war ein trockener Monat

«Märzenstaub bringt Gras und Laub», besagt eine Bauernregel. Der Vegetation bekommt es, wenn der März trocken ausfällt. Das war auch dieses Jahr der Fall. Nur gerade rund 80 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge wurden im dritten Monat des laufenden Jahres erreicht. Werden die Tage mit auch nur der geringsten Menge an Niederschlag in Betracht gezogen, so waren es 21 Tage. Meteorologische Niederschlagstage mit mindestens 1.0 Millimeter gab es jedoch nur deren zwölf. Die wiederholten Schneegestöber liessen oftmals keine geschlossene Schneedecke entstehen.

Wo blieb die Märzensonne?

Auf den sonnenarmen Februar folgte ein ebenso trüber März. Die 70 Sonnenstunden wurden letztmals vor 27 Jahren unterschritten. Beachtenswert sind die sieben Nebeltage. Der März ist normalerweise kein Nebelmonat. Doch mehr und mehr wird das Wetter auf den Kopf gestellt. Die Spätwinterkälte ist aber vorbei. Spanien meldet jetzt schon 30 Grad und diese Wärme kommt abgeschwächt auch zu uns.

Christof Frauenfelder

redaktion@wilerzeitung.ch

Hinweis

Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.