NIEDERUZWIL: Mehr Sicherheit um die Schulen

Anfang August beginnen die Bauarbeiten für die Tempo-30-Zone im Gebiet Herrenhof-, Kirch- und Schöntalstrasse. Die Realisierung ist aufwendiger als bei der ersten Zone in Niederuzwil Ost.

Urs Bänziger
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Die Fussgängerstreifen an der Kreuzung Herrenhof-/Schöntalstrasse bleiben erhalten, vor den Überquerungen werden die Strassen verengt. (Bilder: Urs Bänziger)

Die Fussgängerstreifen an der Kreuzung Herrenhof-/Schöntalstrasse bleiben erhalten, vor den Überquerungen werden die Strassen verengt. (Bilder: Urs Bänziger)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Nach langer Planungszeit und langwierigen Verhandlungen beginnen am 7. August die Bauarbeiten für die Tempo-30-Zone «Nieder­uzwil Herrenhof». Sie werden ­voraussichtlich bis November dauern. Im Gegensatz zur bereits realisierten Zone «Nieder­uzwil Ost» ist die Umsetzung von ­Tempo 30 im Gebiet Herrenhof-, Kirch- und Schöntalstrasse um ­einiges aufwendiger.

Die Gemeinde wollte die Fussgängerstreifen vor den Schul­häusern Herrenhof und Kirchstrasse zur Sicherheit der Schulkinder unbedingt erhalten. In der Regel sind in Tempo-30-Zonen jedoch Fussgängerstreifen nicht erlaubt, was zu langwierigen Verhandlungen mit der Kantons­polizei führte, die ihre Einwilligung geben muss. Schliesslich hatte die Kantonspolizei eingewilligt. So wird es auch in der neu geschaffenen Tempo-30-Zone vor dem Herrenhof-Schulhaus weiterhin die vier Fussgängerstreifen geben. Ebenso denjenigen vor dem Schulhaus Kirchstrasse. Allerdings werden die Strassen vor den Übergängen so weit verengt, dass sie nur noch einspurig befahrbar sind.

Auch die Trottoirs bleiben bestehen

Die Strassenverengungen sind eine der aufwendigen baulichen Massnahmen. Die andere sind die durchgezogenen Trottoirs entlang der Herrenhofstrasse. Denn wie Fussgängerstreifen gehören auch Trottoirs nicht zu den Standardlösungen in Tempo-30-Zonen. Auch in diesem Punkt hat die Kantonspolizei ein Auge zugedrückt – mit der Auflage, dass die Sichtweiten verbessert werden. Was die weiteren Massnahmen angeht, so hält sich die Gemeinde an die verkehrsberuhigenden Elemente wie in der Zone «Nieder­uzwil Ost». Dort wurden an allen Zubringerstrassen sogenannte Eingangstore aufgestellt. Diese Stelen aus Stahl, welche die Strassen verengen und auf ­Tempo 30 hinweisen, wird es auch im Gebiet «Niederuzwil Herren-hof» geben. Natürlich gehören auch Bodenmarkierungen zu den Massnahmen.

Die ersten Erfahrungen der Gemeindebehörde mit Tempo 30 in «Niederuzwil Ost» sind positiv. Die meisten Autofahrer halten sich an die Geschwindigkeits­beschränkung, sodass keine weiteren Massnahmen nötig waren. Den gleichen Effekt erhofft man sich im Gebiet Herrenhof. Weitere Tempo-30-Zonen in Uzwil sind vorgesehen, aber noch nicht projektiert.