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NIEDERUZWIL: Mehr Platz im Buecherwäldli

Es ist der erste Arbeitstag in der neuen Werkstatt Buecherwäldli an der Hirzenstrasse. Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Neubau beinahe fertiggestellt. Er wird zum Arbeitsplatz für 100 Mitarbeiter.
Jonas Manser
Der Neubau ist fertig. Nur noch die Umgebung benötigt den letzten Schliff.

Der Neubau ist fertig. Nur noch die Umgebung benötigt den letzten Schliff.

Jonas Manser

jonas.manser

@wilerzeitung.ch

Noch bevor die letzten Bauarbeiten abgeschlossen sind, sassen die Angestellten des Buecherwäldli gestern an ihren neuen Arbeitsplätzen. Vor sechs Jahren startete die Heilpädagogische Vereinigung Gossau-Untertoggenburg-Wil das Projekt. «Der Arbeits- und Lebensraum für Menschen mit Behinderung platzte aus allen Nähten», sagt Hansjörg Ruckstuhl, Bereichs­leiter Uzwil-Wil-Oberuzwil. Die Räumlichkeiten mussten auf mehrere Standorte verteilt werden. Damit verbunden stiegen auch die Personalkosten. So wurde zum Beispiel ein Fahrdienst eingerichtet, der die Angestellten von den eingemieteten Räumen in Oberbüren über Mittag in die Kantine in Uzwil brachte.

Zweitgrösster Arbeitgeber in Uzwil

Das Buecherwäldli ist Arbeitgeber für rund 200 Menschen mit Behinderung. Davon sind 60 Angestellte in Wil tätig. In Oberuzwil arbeiten 40 in sogenannten Werk- und Beschäftigungsgruppen. Im Neubau werden, nachdem der Bau abgeschlossen ist, rund 100 Angestellte beschäftigt. Der Neubau wird auch zur Ausbildungsstätte für Lernende, zu denen unter anderem Schüler aus der Heilpädagogischen Schule Flawil gehören. Die Werkstätte sei der zweitgrösste Arbeitgeber in Uzwil und benötige viel Platz, sagt Ruckstuhl. Der Neubau sei auf dem neusten Stand der Technik. Er wurde so konzipiert, damit er den speziellen Anforderungen gerecht wird. Auffällig sind die hellen, grossräumigen Arbeitsplätze, ausgerüstet mit modernen Maschinen, sowie der Lagerraum mit Anlieferungsrampe. Dazu kommen eine Mensa, Garderoben, Liegeplätze zum Ausruhen, Sanitätszimmer und Schulungszimmer: alles ausgelegt für Menschen mit Behinderung. Die Werkstätte nimmt von der Privatwirtschaft Aufträge entgegen und hat sich auf die ­Bearbeitung von Kunststoff- und Metallteilen spezialisiert. «Wir möchten in der Privatwirtschaft als vollwertiger Partner betrachtet werden», sagt Ruckstuhl. Dementsprechend müsse die Werkstatt den üblichen Qualitätsanforderungen genügen. «Um die Mitarbeiter nicht mit komplizierten Vorlagen zu überfordern, haben wir spezielle Vorrichtungen konzipiert.» Diese sollen dafür sorgen, dass die Qualität automatisch gewährleistet ist. Nebenbei erledigt das Buecherwäldli auch sogenannte Industriearbeiten: Einfachere Ar­beiten, die keine Ausbildung voraussetzen und auch sitzend erledigt werden können. Die Velowerkstatt befindet sich ebenfalls im Neubau: Eingesammelte Velos werden repariert und in Afrika wieder für erschwingliche Preise verkauft.

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