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NIEDERUZWIL: Lichtsignale anstatt Kreisel

Auf der stark befahrenen Achse zwischen dem Autobahnanschluss Uzwil, dem Kreisel Sonnental und der Kreuzung Augarten gibt es gleich mehrere Probleme. Nun sollen Lichtsignalanlagen installiert werden.
Philipp Stutz
An einem Werktag fahren bis zu 22 000 Fahrzeuge über die Augarten-Kreuzung in Niederuzwil. (Bilder: Philipp Stutz)

An einem Werktag fahren bis zu 22 000 Fahrzeuge über die Augarten-Kreuzung in Niederuzwil. (Bilder: Philipp Stutz)

«Der Fahrbelag an der Augartenkreuzung ist in himmeltraurigem Zustand. Wir gehen davon aus, dass die Fahrbahn schon vor den geplanten Bauarbeiten punktuell saniert werden muss», sagte Stefan Hug, Projektleiter Verkehrsplanung im kantonalen Tiefbauamt. Dass das Thema unter den Nägeln brennt, bewies der grosse Aufmarsch an der Informationsveranstaltung der SVP Kreis Wil vom vergangenen Mittwoch.

«Bevölkerungswachstum bedeutet Verkehrswachstum», stellte Hug nüchtern fest. Die höchsten Frequenzen würden zwischen 17 und 18 Uhr bei den sogenannten «Abendspitzen» registriert. Die Augartenkreuzung ist denn auch eine der am stärksten belasteten Verkehrsknoten im Kanton. Immer wieder kommt es zu Unfällen beim Autobahnanschluss A1. Es entstehen Rückstaus. Ausserdem weichen Verkehrsteilnehmer zu Stosszeiten auf den Kreisel Sonnental sowie über Oberbüren aus, um den Autobahnzubringer zu erreichen. «Es besteht ein dringender Sanierungsbedarf», resümierte Stefan Hug.

Augartenkreuzung nicht isoliert betrachten

Die Augartenkreuzung dürfe man nicht isoliert betrachten, das Gesamtsystem müsse optimiert werden. Das kantonale Tiefbauamt und das Bundesamt für Strassen (Astra) haben die Planung gemeinsam vorangetrieben. Das Ergebnis eines Variantenstudiums basiert auf einer langfristigen Verkehrsprognose sowie einer Verkehrssimulation, die an der Informationsveranstaltung ebenfalls präsentiert wurde.

«Das Verkehrskonzept zeigt auf, wie die bestehenden Probleme gelöst werden können», sagte Stefan Hug. Dabei habe sich gezeigt, dass ein Verkehrssystem, das von Lichtsignalen gesteuert ist, die leistungsfähigste und sicherste Massnahme sei. Neu sollen Lichtsignalanlagen nicht nur an der Augartenkreuzung, sondern auch am Autobahnanschluss und am Kreisel Sonnental installiert werden. Zusätzlich ist vorgesehen, dass neu zwei Fahrspuren ab der Kreuzung Augarten zur Autobahn führen. Deshalb kann in Zukunft aus der Gupfenstrasse von Uzwil kommend nicht mehr links über die Augartenkreuzung in die Bahnhofstrasse abgebogen werden. Mit diesen Massnahmen sollen während der Grünphase doppelt so viele Fahrzeuge auf die Autobahn gebracht und Rückstaus vermieden werden. Der Busbetrieb soll priorisiert werden. Für den Fuss- und Veloverkehr werden das bestehende Trottoir und der Radstreifen angepasst.

Gesamtkosten von 6,5 Millionen Franken

Die Investition beläuft sich laut Grobschätzungen auf 6,5 Millionen Franken. Und die Umsetzung benötigt Zeit. Bis zur Vollendung des Projekts ist auch bei günstigem Verlauf mit einer Zeit von rund vier Jahren zu rechnen.

Verschiedene Votanten sparten nicht mit Kritik, und die Diskussion war lebhaft, manchmal emotional. Dass der Kreisel Sonnental ebenfalls mit einer Lichtsignalanlage versehen werden soll, stiess manchenorts auf Unverständnis. Auch wurde ein Kreisel anstelle einer Kreuzung am Augarten der Vorzug gegeben, weil dieser einen besseren Verkehrsfluss ermögliche. «Die Lichtsignale sollten verkehrsabhängig gesteuert werden», meinte ein Votant. Der Verkehr müsse fliessen, daher sollten Fussgängerquerungen am Augarten untertunnelt oder eine Passerelle angebracht werden.

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