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NIEDERUZWIL: Farbig und farblos

Das neue Ausstellungsjahr der Galerie zur alten Bank startet mit einer Fotoausstellung. Joanna Moehr aus St. Gallen präsentiert ab Samstag stimmungsvolle Natur- und Street-Fotografie.
Portrait der ausstellenden Künstlerin Joanna Moehr. (Bild: Johny Nemer)

Portrait der ausstellenden Künstlerin Joanna Moehr. (Bild: Johny Nemer)

Joanna Moehrs Aufnahmen präsentieren sich gefühlvoll und fokussiert. Es sind Einblicke, in denen sich die Betrachter verlieren können. Ausgestellt ist ein Zusammenschnitt von Joanna Moehrs künstlerischen Tätigkeit der letzten zwei Jahre. Die Motive sind Momentaufnahmen von Alltagssituationen und von den Strassen Europas, aber auch Ausschnitte aus der Natur.

Flüchtiger, ungestellter Moment

Joanna Moehr aus St. Gallen liebt es, draussen in der Natur oder auf den Strassen unterwegs zu sein, und ist fasziniert vom Blick aufs Detail. «Man muss nur sehen, dann sieht man», meint die Künstlerin dazu. So jagt die Fotografin den flüchtigen, ungestellten Moment und verewigt ihn mit ihrer Kamera. Manchmal sind es Szenen von der Strasse, Alltagssituationen. Manchmal sind es Ausschnitte von aussergewöhnlichen Orten wie einer verlassenen Industriehalle. Und dann sind da die Fotos von der unbeständigen, wilden und freien Natur. Viele der Bilder sind schwarzweiss. «Wird einem Bild die Farbe entzogen und es wirkt immer noch, dann ist es ein wirklich gutes Foto», erklärt Joanna Moehr. Es gelingt ihr, Emotionen ohne den Hilfsfaktor Farbe zu übermitteln. Sie spielt mit Licht und Schatten, Raum und Formen, mit Kontrasten und Details. Es ist erstaunlich, wie bewegend das aufs Wesentliche reduzierte Schwarz-Weiss-Bild einer unberührten Landschaft sein kann oder wie wunderschön der gestochen scharfe Schwarz-Weiss-Ausschnitt einer Pusteblume.

Reduziert und mitreissend

Was nicht schwarz-weiss ist, ist knallig bunt, wie das Bild eines Graffiti-versprühten Treppenaufgangs. Bunt sind auch die aufs Detail reduzierten und in kleinen Ausschnitten festgehaltenen Sujets von der Strasse. Joanna Moehr hat sie in Form von Polaroid-Bildern zusammengestellt zu einer einmaligen «PolaBox», die vor Energie nur so strotz.

Ja, Joanna Moehr versteht es, Stimmung einzufangen. Die Bilder bewegen, reissen mit, ziehen in ihren Bann. Manche Aufnahmen setzt die Künstlerin in Bezug zueinander und provoziert damit Zusammenhänge und Auseinandersetzungen. So etwa beim Bild eines Vogels in völliger Freiheit, das direkt neben dem Bild eines geschlossenen Rollladens hängt.

Ausstellungseröffnung am Samstag

Ihre Werke präsentiert die Künstlerin in unterschiedlichen Varianten: ungerahmt, gerahmt, auf Plexiglas, Stoff und Holz. Zur Eröffnung am nächsten Samstag, den 27. Januar um 16 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen. Beim Apéro besteht die Gelegenheit die Bilder zu erkunden und die Künstlerin kennen zu lernen. Die Ausstellung dauert anschliessend bis zum Sonntag, den 18. Februar. (pd)

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